Béda träumt von der Rückkehr zu Lautern
MÜNCHEN - Mathieu Béda: Der Verteidiger ist beim TSV 1860 München nicht mehr gefragt. Der Franzose hofft auf einen Anruf von Kaiserslautern-Coach Marco Kurz.
Eigentlich ist Mathieu Béda ist ein ruhiger, humorvoller Typ. Doch die gute Laune ist dem Franzosen schon seit längerer Zeit abhanden gekommen. Denn der 28-Jährige, einst vor seinem Wechsel zu 1860 beim 1. FC Kaiserlautern sogar Kapitän der Bundesliga-Mannschaft, hat beim Zweitligisten derzeit keine Chance. Zwar hat der Verteidiger bei 1860 noch einen Vertrag bis 2011, doch eine Zukunft hat Béda nicht.
„Bei Béda haben wir klar gesagt, dass wir ihn abgeben wollen“, sagt Trainer Reiner Maurer, „so ist das mit Miki Stevic besprochen. Er ist einfach ein teurer Spieler." Sportdirektor Stevic selbst ergänzt: „Béda wird es schwer haben zu spielen, weil wir einige neue Leute geholt haben." Und Béda schiebt Frust. Zuletzt meinte er noch: „Meine Situation ist schwer, aber ich kämpfe. Ich bin mit dem Kopf noch in München." Jetzt meinte er: „Bei Sechzig ist es immer komisch: Plötzlich bist du Stammspieler und dann wieder raus. Das ist traurig."
Tatsächlich würde er gerne den Verein verlassen. Einen Wechsel bis zum 31. August schließt er nicht mehr aus. „Alles kann passieren. Es gibt ein paar Kontakte. Ich hoffe, dass sich in den nächsten Tagen etwas tut." Etwas Überraschendes? Schließlich hat Béda noch immer Kontakt zu Kaiserslautern-Trainer Marco Kurz, dem früheren Löwen-Coach. „Am liebsten“, sagt der Franzose, „würde ich nach Lautern zurück."
Reinhard Franke
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