AZ-Kommentar: Sorry, Sechzig!

Der TSV 1860 unterstützt seinen Investor Hasan Ismaik in der Kritik an den Medien und spricht von "kontinuierlich negativer Medienberichterstattung über den Verein." Lesen Sie dazu den Kommentar der AZ.
von  Christoph Landsgesell
Lesen Sie hier den AZ-Kommentar zur Medienschelte der Löwen.
Lesen Sie hier den AZ-Kommentar zur Medienschelte der Löwen. © az

München - Die Lügenpresse ist dieser Tage ja wieder äußerst en vogue, und ja, man hat es geahnt: Auch der TSV 1860 ist unter den Opfern. Mit allein sportlichen Gründen ist der Absturz der Mannschaft auf Abstiegsplatz 17 schließlich nicht zu erklären. Die „kontinuierlich negative und inakkurate Medienberichterstattung über den Verein“, heißt es im Schreiben des 1860-Beirats, führe „leider ausschließlich dazu, den Interessen des Klubs zu schaden“.

Oh weh, wir fühlen uns ertappt. Liebe Löwen, wie können wir das wiedergutmachen? Man hoffe, dass „sich die Medien hinter das Team stellen und ein positives Umfeld schaffen, damit sich dies förderlich auf die Leistung der Mannschaft auswirkt“, schlägt der Beirat vor. Also abgemacht: ab sofort nur noch positive Meldungen, dann sind es höchstens zwei, drei Jahre bis in den internationalen Fußball.

Und liebe Fans, falls Sie bis hierher gekommen sind: Lesen Sie bitte, bitte, auf keinen Fall weiter. Und verzichten Sie auch in Zukunft auf die Lektüre sämtlicher Medien, wenn Sie sich über den TSV 1860 informieren möchten. Denn: „Die Fans werden dazu ermutigt, die Webseite des Klubs für offizielle Neuigkeiten und Updates zu Rate zu ziehen“, schreibt der Beirat. Dann klappt’s auch mit der Champions League, versprochen!

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