AZ-Info: Michael Köllner unterstützt Petition für Verbleib von Stadionsprecher Stefan Schneider

Die Versuche der Verantwortlichen, Stefan Schneider von seinem Rücktritt abzubringen, verliefen am Montagabend erfolglos. Fans haben nun eine Petition für einen Verbleib des Stadionsprechers gestartet. Nach AZ-Infos wird diese auch von Trainer Michael Köllner unterstützt.
von  AZ
Haben ein gutes Verhältnis: Sechzigs ehemaliger Stadionsprecher Stefan Schneider und Trainer Michael Köllner (Archivbild)
Haben ein gutes Verhältnis: Sechzigs ehemaliger Stadionsprecher Stefan Schneider und Trainer Michael Köllner (Archivbild) © IMAGO / MIS

München - Die Euphorie nach dem Sieg im Topspiel gegen Dynamo Dresden (1:0) wich am Montagabend schnell der Ernüchterung. Stefan Schneider, über Jahrzehnte die Stimme des Vereins und absolute Identifikationsfigur, verkündete überraschend seinen Rücktritt.

Unter den Fans erfreut sich der Kult-Stadionsprecher mit der markanten Stimme seit jeher größter Beliebtheit. Sie riefen nach Bekanntwerden des Rücktritts eine Petition ins Leben, die bis Dienstagmittag schon über 100 Unterstützer gefunden hatte. Einer davon ist nach AZ-Informationen Trainer Michael Köllner, der sich einen Verbleib Schneiders wünscht.

Stadionsprecher verkündet Rücktritt: Köllner telefoniert mit Schneider

Der Trainer der Sechzger, der "ein gutes, freundschaftliches Verhältnis" zu Schneider pflegt, wurde nach der Partie ebenfalls von der Nachricht überrascht. "Ich muss mich mal mit ihm unterhalten, was die Gründe dafür sind. Vielleicht können wir die Dinge bei einem persönlichen Glas Weißwein eruieren", sagte Köllner am Montagabend und kündigte für Dienstag ein Telefonat mit dem Stadionsprecher an.

Schneider, der das Motiv für seinen Rücktritt in seiner Pressemitteilung nach der Partie noch offen gelassen hatte, begründete seine Entscheidung tags darauf mit seinem Wunsch nach mehr Freizeit. Er habe seit 30 Jahren so gut wie kein freies Wochenende mehr gehabt, teils seien zwei Spiele an einem Tag gewesen. Spekulationen um Differenzen mit Verantwortlichen wies er derweil zurück. "Es ist an der Zeit, dass ich mehr Zeit für mich habe", so der 58-Jährige, der neben den Löwen auch noch dem EHC München seine Stimme verleiht.

Beweggründe, die Köllner wohl durchaus nachvollziehen kann. "Wenn jemand eine Aufgabe so lange macht, dann ist es ein ganz normaler Vorgang, dass man irgendwann sagt, dass man aufhören will", meinte der Löwen-Coach am Montagabend.