„Auf ’ne Cola ins Stüberl“

Ein überraschender Zaungast taucht bei 1860 auf: Ex-Trainer Werner Lorant begrüßt Ewald Lienen und sagt über die Löwen: „Ich wünsche ihnen, dass sie aus der Situation herauskommen.“
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„Wir haben uns nicht über 1860 unterhalten, sondern über China“: Ewald Lienen begrüßte am Freitag Ex-Löwentrainer Werner Lorant an der Grünwalder Straße.
LakoPress „Wir haben uns nicht über 1860 unterhalten, sondern über China“: Ewald Lienen begrüßte am Freitag Ex-Löwentrainer Werner Lorant an der Grünwalder Straße.

Ein überraschender Zaungast taucht bei 1860 auf: Ex-Trainer Werner Lorant begrüßt Ewald Lienen und sagt über die Löwen: „Ich wünsche ihnen, dass sie aus der Situation herauskommen.“

MÜNCHEN Zuletzt hatte Werner Lorant von sich reden gemacht, als er sich bei der Jubiläumssendung von „Blickpunkt Sport“ eine peinliche Streiterei mit seinem früheren Boss, Ex-Löwenpräsident Karl-Heinz Wildmoser, lieferte. Ganz anders ist da der Umgang des derzeit vertragslosen Trainers mit seinem Nachnachnachnachnachnachnachnachfolger Ewald Lienen. Lorant nämlich schaute am Freitagnachmittag an der Grünwalder Straße vorbei und begrüßte den aktuellen Löwen-Coach. „Wir kennen uns ja ewig“, sagte der frühere 1860-Coach, „wir haben zwar als Trainer nie direkt gegeneinander gespielt, aber er war ja lange Jahre Profi – wie ich auch.“ Und Lienen meinte lachend: „Wir kennen uns ja schon über 100 Jahre.“

Dennoch nährt ein Besuch vom früheren Erfolgscoach – angesichts von Tabellenrang 15 und akuter Abstiegsgefahr – Spekulationen. Doch der Lorant will von einer Rückkehr nichts wissen: „Ich darf doch wohl mal auf ’ne Cola ins Stüberl schauen, oder?“ Die Situation bei seinem früheren Verein wolle er nicht analysieren. „Ich brauche das nicht mehr. Das habe ich früher gemacht, dann haben sich alle aufgeregt“, sagt Lorant – und fügt lachend hinzu: „Obwohl ich am Ende oft Recht behalten habe.“ Aktuell sagt er über die Löwen nur soviel: „Ich hoffe, dass sie gut aus der Situation herauskommen – und das wird schwer genug. Denn ich habe den Eindruck, dass der eine oder andere noch nicht verstanden hat, wie schwierig die Situation ist. Aber auf jeden Fall drücke ich die Daumen.“ Wenn er dies nicht macht, genieße er seine Freizeit. „Ich schaue immer Fußball“, so Lorant, „auch die A-Jugend des TSV Buchbach. Da spielt mein Sohn Timo, und ich muss sagen: Er hat das Spiel verstanden.“

Apropos Verständnis: Zur Versöhnung mit Wildmoser sei er bereit. „Ich habe doch kein Problem mit ihm, ich habe mit keinem ein Problem“, beteuert der 60-Jährige und meint dann: „Ich kann doch nichts dafür, dass er verbittert ist, dass er nicht mehr bei 1860 ist.“ Und dass er nicht einfach auf ’ne Cola ins Stüberl kann.

jos, fs

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