"Anspruch ist es, oben mitzuspielen": Uhlmann erneuert Aufstiegsansage des TSV 1860
Eric Uhlmann ist offensichtlich kein Mann für halbe Sachen. So präsentierte sich der Neuzugang von Erzgebirge Aue zumindest bei seinem Startelfdebüt für den TSV 1860. Uhlmann, gegen den 1. FC Nürnberg II (2:0) in der Zentrale neben Kapitän Dennis Dressel aufgestellt, war klar in seinen Aktionen.
Uhlmann ist stolz auf die Einsatzbereitschaft der Löwen
Der 23-Jährige warf sich voller Löwen-Leidenschaft in die Zweikämpfe – großteils auch erfolgreich. Schon in den Trainingseinheiten an der Grünwalder Straße ließ er diese Qualitäten in den Wochen zuvor durchblicken. Uhlmann, Sechzigs neuer Zerstörer.
"Ich habe es gut überstanden und bin sehr glücklich", sagte der Mittelfeldspieler nach seiner Premiere: "Vor allem: das erste Mal 90 Minuten nach langer, langer Zeit." Konkret hatte Uhlmann letztmals am 21. März durchgespielt, damals verlor der gebürtige Leipziger mit Erzgebirge Aue bei Waldhof Mannheim (1:2).
TSV 1860 zum dritten Mal ohne Gegentor
Diesmal hatte er mit seinem Einsatz gegen den Ball einen Anteil daran, dass der Löwe siegte und zum dritten Mal in der Regionalligasaison ohne Gegentor blieb: "Seitdem ich da bin, ist das Motto 'zu null spielen' ganz hoch im Kurs. Deswegen bin ich stolz, wie wir uns in die Bälle reingehauen haben."
Das sah sein Trainer Alper Kayabunar ähnlich: "Wir wollten auch die ein oder andere Phase überstehen und trotzdem kompakt stehen, auch wenn wir leiden müssen", so der 40-Jährige, der Uhlmann kurzfristig in die Startelf beorderte. Der Grund: Michael Eberwein hatte sich zuvor verletzt.

Startelfeinsatz für Uhlmann zeichnete sich im Training ab
"Wir werden das die nächsten Tage checken", gab Kayabunar ein Update zum Top-Torschützen des TSV 1860, der auch in der Mittwochs-Einheit fehlte. "Im Training hat sich der Startelfeinsatz schon abgezeichnet", verriet Uhlmann und schob eine erfrischende Kampfansage hinterher: "Ich versuche, im Training weiter Gas zu geben und dann gegen Wacker Burghausen eventuell weiter in der Startelf zu stehen."
Mit anderen Worten: Er ist gekommen, um zu bleiben. Und hat gegenüber seinen Konkurrenten einen entscheidenden Vorteil, ein Alleinstellungsmerkmal. "Ich bin gegen den Ball sehr aggressiv und habe eine sehr hohe Einsatzbereitschaft", hatte Uhlmann schon nach seiner Ankunft angekündigt.

Uhlmann ist der einzige Abräumer beim TSV 1860
Diese Eigenschaften machen den Sachsen zum einzigen Abräumer beim TSV 1860. Sowohl Dressel als auch Filigrantechniker Tunay Deniz und Raphael Wach haben ihre Stärken im Offensivspiel. Jener Bereich, in dem Uhlmann noch Verbesserungspotenziale hat.
Im Angriffsspiel fehlten dem Sechser teils noch zündende Ideen und das richtige Timing. Aber was nicht ist, kann laut eigenen Ansagen in den nächsten Wochen durchaus noch werden. "Ich habe auch mit dem Ball ein paar Qualitäten und bin auch torgefährlich", so Uhlmann.
Neu-Löwe spricht offen über Aufstieg
Übrigens: So klar der Neu-Löwe in seinen Defensivaktionen ist, so klar ist er auch in seinen Aussagen bezüglich der Saisonziele. Uhlmann will mit den Münchnern zurück in die Dritte Liga. Als bislang einziger Spieler aus seiner Mannschaft spricht er offen über das Geheim-Ziel des Vereins.
"Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder hochzugehen, Spaß zu haben und mich weiterzuentwickeln", stellte er kurz nach seinem Wechsel klar. Diese Aussage, die durchaus Druck auf seine Mannschaft erzeugt, untermauerte er nach seiner Startelfpremiere erneut.

TSV 1860 hat fünf Punkte Rückstand auf Buchbach
"Als Fußballer will man immer gewinnen", meinte Uhlmann: "Es ist wichtig, oben dranzubleiben, um konkurrenzfähig zu sein, aber unser Anspruch ist es auch, oben mitzuspielen." Aktuell steht der TSV 1860 auf Rang drei. Auf Tabellenführer TSV Buchbach fehlen bei gleicher Anzahl an Spielen fünf Punkte.
Dass der Löwe den Uhlmann-Ansprüchen gerecht wird, kann er am kommenden Samstag (14.45 Uhr) bei Wacker Burghausen zeigen. Ob mit dem oder ohne den neuen Abräumer.
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