Aigner und Mauersberger: Münchner Kapitäne

Mit Spielführer Stefan Aigner und seinem Vize Jan Mauersberger haben zwei gebürtige Münchner nun die Führungsrollen bei den Löwen. "Aigner ist der perfekte Kapitän", sagt sein Stellvertreter.
| M. Eicher
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Haben das Sagen bei den Löwen: Kapitän Stefan Aigner (l.) und sein Stellvertreter Jan Mauersberger.
Rauchensteiner/Augenklick/AZ Haben das Sagen bei den Löwen: Kapitän Stefan Aigner (l.) und sein Stellvertreter Jan Mauersberger.

München - Der Eine war schon immer Löwe. Kürzlich kehrte er als umjubelter Königstransfer des TSV 1860 zu seinem Herzensklub zurück. Der Andere ist seit seinem Wechsel vom Karlsruher SC an die Grünwalder Straße im Winter 2015 ein Blauer. Beide sind gestandene Profis. Und beide sind sie Münchner. Sie eignen sich daher bestens für den Job, der ihnen in der neuen Spielzeit zufällt: Löwen-Anführer.

"Mit Stefan Aigner haben wir den perfekten Kapitän. Er ist ein Urlöwe, hat einen langfristigen Vertrag und ist wie ich ein gebürtiger Münchner. Von daher passt das doch bestens", erklärte Jan Mauersberger der AZ über den verlorenen Sohn der Sechzger, der von Eintracht Frankfurt kam und bis 2020 inklusive Anschlussvertrag nach der aktiven Karriere unterschrieben hat.

Den Löwen auf dem Schulterblatt

Das Fußballspielen lernte er – natürlich – bei 1860. Der 28-Jährige hat nicht nur sämtliche Jahrgänge im Nachwuchsleistungszentrum durchlaufen und den Löwen auf dem Schulterblatt tätowiert, er hat laut Mauersberger auch "ein Wahnsinns-Standing im Verein. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir ihn in unseren Reihen haben – sportlich wie als Führungsfigur", so Mauersberger über den Nachfolger des abgewanderten Christopher Schindler. Mauersberger obliegt die Aufgabe, Aigner als Vize-Kapitän zu unterstützen und bei Abwesenheit die Spielführer-Binde zu übernehmen.

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Zwei Münchner, eine Aufgabe: Die Löwen in eine bessere Zukunft führen. Im Gegensatz zu Aigner, der nicht nur in Mauersbergers Wahrnehmung als absolute Identifikationsfigur gilt, war die Benennung des 31-Jährigen keine Selbstverständlichkeit. Schließlich war der Mann, der 1992 bis 1994 beim TSV Großhadern seine ersten Schritte auf dem Fußball-Rasen machte, bei den ungeliebten Bayern: Von 1994 bis 2004 lief der Abwehrspieler für die FCB-Jugend auf und kickte von 2003 bis 2006 in der zweiten Mannschaft des Nachbarn (57 Spiele). Die 1860-Anhänger dürften ihm spätestens im Spiel gegen den SC Paderborn verziehen haben, als der Hüne mit seinem entscheidenden 1:0 den Klassenerhalt gesichert hatte.

Mauersberger: Vizekapitän eine "große Ehre"

Nun bei den Löwen zweiter Spielführer zu sein, ist für den 31-Jährigen ein Privileg: "Es ist eine große Ehre für mich." Im Trainingslager in Bad Waltersdorf hatte sich Mauersberger im AZ-Interview noch gesträubt, über das Thema K-Frage zu sprechen – jetzt ist er neuer Vize-Käpt’n.

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Wie es zur Ernennung des Winter-Neuzugangs kam? "Der Trainer hat mir gesagt, dass er mir das zutraut, dass er auch einige Dinge von mir erwartet. In erster Linie ist es mir wichtig zu spielen, aber ich übernehme gerne Verantwortung", so Mauersberger. Auf die Frage, welche Eigenschaften ihn dazu befähigen, entgegnet er: "Ich habe ein breites Kreuz und einen hohen Anspruch an mich selbst. Ich schrecke nicht vor Selbstkritik zurück, bin aber auch keiner, der die Dinge in den Himmel lobt." Klingt einleuchtend. Denn zuviel Lob wäre bei Sechzig wohl nur in den seltensten Fällen angebracht.

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