1860 will Kennedy, den Zwei-Tore-Australier

Warum 1860-Manager Miki Stevic um den nicht sonderlich torgefährlichen Stürmer buhlt. Neue Verträge gibt es für Jose Holebas und Michael Hofmann, Danny Schwarz muss gehen.
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Der langmähnige Löwen-Wunschspieler: Joshua Kennedy.
dpa Der langmähnige Löwen-Wunschspieler: Joshua Kennedy.

Warum 1860-Manager Miki Stevic um den nicht sonderlich torgefährlichen Stürmer buhlt. Neue Verträge gibt es für Jose Holebas und Michael Hofmann, Danny Schwarz muss gehen.

MÜNCHEN Wenn Ewald Lienen und Miki Stevic über mögliche neue Spieler für die Löwen diskutieren, dann wird es Manfred Stoffers immer ganz anders. „Die beiden vergessen Raum und Zeit“, sagt der 1860-Geschäftsführer, „es hat etwas Mystisches, wenn die beiden über Spieler reden, als ob sie diese Welt verlassen würden und in eine Welt eintauchen, in der nur noch Fußball existiert.“

Bei einer dieser transzendentalen Sitzungen der letzten Wochen haben sich Trainer und Sportdirektor offenbar auch über Joshua Kennedy unterhalten, einen Stürmer, der in den letzten Jahren eher als Chancentod aufgefallen ist. Irgendetwas an Kennedy muss sie aber trotzdem fasziniert haben. „Er ist ein sehr guter Spieler“, sagte Stevic der AZ auf Nachfrage.

Kennedy, dem letzte Saison gerade mal zwei Törchen gelangen beim Bundesliga–Absteiger Karlsruhe, und das auch noch am letzten Spieltag, hatte sich letzte Woche am Rande des Länderspiels seiner Australier in Katar, selbst ins Spiel gebracht bei den Löwen. „Ich habe Kontakt zu 1860“, sagte er dem australischen Fernsehen. Stevic bestätigt: „Das ist die Wahrheit. Wir haben Kontakt zum Spieler und zu seinem Management. Ich glaube, er könnte gut zu 1860 passen.“

Dass der 26-Jährige vor seiner Zeit beim KSC auch schon in Nürnberg scheiterte, ficht Stevic nicht an. Trotzdem hält er ihn für eine sinnvolle Verpflichtung. „Nicht alle Stürmer müssen Knipser sein“, sagt er. Den haben sie in Benny Lauth ja auch tatsächlich schon. Und als Sturmpartner für Lauth könnte der 1,94 Meter große, kräftige und kampfstarke Kennedy tatsächlich passen. Als einer, der für Lauth die Räume aufbricht und ihm die Bälle vor die Füße köpft. So, wie einst eben Markus Schroth, der mit Lauth 2003 und 2004 ein äußerst erfolgreiches Sturmpaar bildete und dessen Vertrag – nach den letzten beiden Jahren ohne Einsatz – nicht mehr verlängert werden wird.

Schroth wird in anderer Funktion weitermachen bei 1860, womöglich als Trainer im Jugendbereich. Im Gegensatz zu Danny Schwarz. Für den Ex-Kapitän wird in drei Wochen auch seine zweite Zeit beim Löwen zu Ende gehen. Dem 34-Jährigen will Stevic keinen neuen Vertrag anbieten. Und auch Nikolas Ledgerwood, der in den letzten Jahren nie aus der Rolle des Ersatzmannes für Schwarz oder die Bender-Zwillinge Sven und Lars hinauswachsen konnte, wird die Löwen wohl verlassen. Nach AZ-Informationen liegt dem 24-jährigen kanadischen Nationalspieler ein Angebot vom Liga-Konkurrenten FSV Frankfurt vor.

Bleiben in Giesing dürfen dagegen Jose Holebas und Michael Hofmann. Offensiv-Allrounder Holebas (24), der vor drei Jahren aus der Landesliga von Kahl zu 1860 kam, scheint Lienen überzeugt zu haben. Stevic: „Er wird in den nächsten Tagen einen neuen Vertrag bei uns unterschreiben.“

Das gleiche gilt für Rekord-Löwe Michael Hofmann, zu dessen 13 Jahren in Giesing noch weitere zwei kommen werden; Lienen plant dem Vernehmen nach mit Hofmann als Nummer 3 hinter Neuzugang Gabor Kiraly und Philipp Tschauner.

Erledigt haben dürfte sich übrigens der Transfer von Lienens Wunschspieler Thorben Marx zu 1860. Der Mittelfeldspieler wird laut „kicker" seinem Trainer Michael Frontzeck von Bundesliga-Absteiger Bielefeld nach Mönchengladbach folgen. Lienen und Stevic müssen also nochmal in sich gehen.

Filippo Cataldo

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