1860: Wen trifft es noch?

Aigner hat seinen Wechsel bereits angekündigt – doch der Streit zwischen Präsident und nicht zahlungswilligem Investor könnte weitere Abgänge nach sich ziehen. Die Kandidaten
| Marco Plein
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Löwen-Spieler Stefan Aigner.
rauchensteiner Löwen-Spieler Stefan Aigner.

Aigner hat seinen Wechsel bereits angekündigt – doch der Streit zwischen Präsident und nicht zahlungswilligem Investor könnte noch weitere Abgänge nach sich ziehen. Die Kandidaten

München - „Wir investieren in die Zukunft”, schreibt HAMG, das Unternehmen von Löwen-Investor Hasan Ismaik, auf seiner Webseite – unter der Kategorie „Sport” ist zu lesen: „HAMG betrachtet Sport als bedeutendes Investitionsfeld. Sport ermöglicht große Anlageerfolge.” Doch bei 1860, seinem Verein also, hat Ismaik genau das Gegenteil gemacht: Im Streit mit Präsident Dieter Schneider entschied sich der Jordanier zum Investitionsstopp, von dem keiner weiß, welche Folgen er haben wird.

Zwar hatte Ismaiks Vertreter Hamada Iraki in der AZ verdeutlicht: „Wir wollen 1860 nicht kaputtmachen. Die Investitionen holen wir im Sommer nach – und noch einige mehr.” Und im TV-Interview legte er nach: „Pleite werden wir nicht gehen. Das ist sicher. Wenn ich jetzt den Geldhahn zudrehe, wer leidet darunter? 1860. Also mein Unternehmen, das ist absurd.” Doch bei jenem „Sportschau”-Auftritt unterstrich Iraki das festgefrorene Verhältnis. Ismaik werde von Schneider als „geldgieriger Geschäftsmann, der nur auf Rendite schaut” betrachtet.

Auf die Frage, „ob die Beiden noch mal miteinander können”, antwortet Iraki: „Ich glaube nicht.” Weil Schneider keinen Grund zum Rücktritt sieht, drohen den Löwen durch die Investitionssperre nach dem bereits feststehenden Abgang von Stefan Aigner weitere Verkäufe – falls 1860 seinen rund 6,5 Millionen Euro hohen Jahresetat um weitere knapp zwei Millionen senken müsste, wären Verkäufe unvermeidlich – die AZ zeigt, wen es treffen könnte.


Christopher Schindler: Der erst 21 Jahre alte Verteidiger hat sich zum Stammspieler gemausert, sein Wert beträgt laut „transfermarkt.de” eine Millionen Euro. Schindler hat noch Steigerungspotenzial. Sollte er erst mal ruhiger am Ball werden und sein Eröffnungsspiel weiter verbessert haben, wäre Schindler, dessen Vertrag bei den Löwen noch bis Sommer 2014 läuft, für einige Erstligisten ein Kandidat.


Kai Bülow: Heimlich, still und leise hat sich Bülow zum Leader im Zentrum entwickelt. Sein sauberes Passspiel, sein besonnenes Auftreten und die Stärke im Kopfball machen ihn zu einem der Lieblingsspieler von Trainer Reiner Maurer. Ist Bülow fit, spielt er auch – deswegen verlängerte der 25-Jährige, dessen Marktwert bei einer Million liegt, seinen Vertrag bereits bis 2015 und würde, sollte er verkauft werden müssen, dem Verein viel Geld einbringen.


Daniel Halfar: Auch wenn der Dribbler, ohne Frage einer der besten Techniker der 2. Liga, seit langem unter einer Schambeinentzündung leidet: Das große Potenzial des 24-Jährigen steht außer Frage. Sollte Halfar, bis 2014 an die Löwen gebunden, bald wieder fit werden und sein Können über längere Zeit nachweisen, dürften automatisch Anfragen aus der Bundesliga eingehen.


Sebastian Maier: Der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler gilt als großes Talent, Maurer lobt immer wieder die Ballsicherheit und das Passspiel des U19-Nationalspielers. Zwar hat Maier noch nie von Beginn an spielen dürfen, doch das ist wohl nur eine Frage der Zeit. Und wie schnell Bundesligisten auf Löwen-Talente aufmerksam werden, hat man ja zuletzt bei Moritz Leitner und Kevin Volland gesehen.

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