1860 verpfiffen? „Das geht immer gegen uns, das fällt auf!“

Noch immer ärgern sich die Löwen über Johnsons Wembley-Tor – und zweieinhalb weitere Fälle
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In der Kritik: Schiedsrichter Manuel Gräfe - diskutiert hier mit den Löwen.
sampics/Augenklick In der Kritik: Schiedsrichter Manuel Gräfe - diskutiert hier mit den Löwen.

MÜNCHEN - Noch immer ärgern sich die Löwen über Johnsons Wembley-Tor – und zweieinhalb weitere Fälle

Die Mama war am Tag danach noch erzürnt. Irma Wolf, Mutter von 1860-Trainer Uwe Wolf, hatte zwar gerade ein Weißwurstfrühstück vorm Löwenstüberl genossen. Aber rundum versöhnt war die Pfälzerin mit ihrem Ausflug nach München noch immer nicht. Das lag an Referee Manuel Gräfe, der am Vorabend das 1:1 der Löwen gegen Kaiserslautern geleitet hatte. „Mit dem Schiedsrichter“, schimpfte Mutter Wolf, „war ich überhaupt nicht zufrieden – weil er das Tor nicht gegeben hat.“

Es ging um die Szene aus der 88. Minute. Fabian Johnson hatte aus 35 Metern abgezogen, der Ball prallte an die Unterkante der Latte und schlug dann hinter der Torlinie auf; TV-Bilder belegten das. „Der Ball war klar drin“, schimpfte Uwe Wolf, „das hat jeder im Stadion gesehen, nur die Schiedsrichter nicht.“

Wolf fühlt sich benachteiligt – nicht nur, weil er in seiner kurzen Cheftrainer-Karriere schon zweimal auf die Tribüne verwiesen worden ist. „Uns sind unter mir schon dreieinhalb Tore aberkannt worden“, rechnete der Löwen-Trainer vor: „Gegen den FSV Frankfurt ist uns ein reguläres Tor von Lars Bender aberkannt worden, gegen Fürth ein halbes von Manuel Schäffler (nach einer strittigen Abseitsentscheidung, d. Red) und gegen Lautern gleich zwei: Das von Johnson und Benny Lauth.“ Letztes war wegen eines vermeintlichen Foulspiels nicht gegeben worden.

Auch Sportdirektor Miki Stevic war wenig erfreut: „Eigentlich habe ich immer gedacht, wir hätten die besten Schiedsrichter Europas. Aber jetzt weiß ich nicht mehr, ob das stimmt.“ Torwart Michael Hofmann sagte zur AZ: „Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Bei Uwe Wolf tut der DFB immer so rum. Er fliegt wegen Lappalien auf die Tribüne, und uns wird ein reguläres Tor gestohlen. Es geht immer gegen uns, das fällt auf.“ Einmal in Rage, wetterte Hofmann: „Der DFB muss sich seine Gedanken machen: Wir Profis müssen uns ja auch immer verbessern. Chip im Ball, Torkamera – man sollte jetzt über alles diskutieren.“

Oliver Griss

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