1860: Trinken gegen den Frust

Die Löwen-Profis trafen sich in einem Bahnhofs-Hotel, um sich auf die Aufholjagd einzuschwören.
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Mit Kameradschaft in die Aufholjagd: Stefan Aigner (links) und Benny Schwarz.
Lackovic Mit Kameradschaft in die Aufholjagd: Stefan Aigner (links) und Benny Schwarz.

MÜNCHEN - Die Löwen-Profis trafen sich in einem Bahnhofs-Hotel, um sich auf die Aufholjagd einzuschwören.

Wenn’s beim TSV 1860 was intern zu besprechen gibt, dann ziehen sich die Spieler gerne ins Bahnhofsviertel zurück – in ein Hinterzimmer im Hotel Eden Wolff: Das war schon im Mai 2005 so, als es darum ging, die letzten Reserven für den Aufstiegskampf zu konservieren – nun hat Initiator Michael Hofmann, der Rekord-Löwe, die Mannschaft wieder zusammengetrommelt.

Allerdings aus einem traurigeren Anlass: Die Löwen strampeln gegen den Abstieg – nur Platz 15 in der Zweiten Liga. „Ganz klar“, sagt Verteidiger Torben Hoffmann, „wir befinden uns im Abstiegskampf.“ Und dann fügt der 35-jährige hinzu: „Das kann schon in die Birne gehen...“ Spätestens seit Montagabend, dem internen Treffen von Benny Lauth & Co, wissen aber jetzt alle: Sie müssen noch enger zusammenrücken, um der Gefahr – es sind nur drei Punkte auf den Relegationsplatz – zu entkommen. Bei Ente und Kalbsschnitzel wurde ohne dem Trainerteam vier Stunden lang über die Löwen-Krise disktuiert, nebenbei wurde der Lauterer 1:0-Sieg über Bielefeld verfolgt.

Ersatztorwart Hofmann glaubt, dass das Zusammentreffen seinen Sinn nicht verfehlt hat: „Wir hoffen“, sagt der 37-Jährige, „dass dadurch die Lockerheit zurückkommt. Man konnte auch mal ein Bier trinken. Wir haben das nicht aus Aktionismus gemacht, sondern aus der Überzeugung, dass der Teamspirit mit solchen Zusammenkünften noch mehr forciert werden kann.“ Weiter sagt Hofmann: „Wir haben zuletzt viel Prügel bezogen, aber wir sind viel besser als der Tabellenplatz. Wir werden die Punkte noch holen.“

Am besten schon am kommenden Sonntag in Oberhausen (13.30 Uhr, Liveticker bei abendzeitung.de). Hoffmann, zuletzt Torschütze beim 2:2 gegen Düsseldorf, erklärt hoffnungsvoll: „Mit einer kleinen Serie sind wir ganz schnell wieder im Mittelfeld.“ Und ganz loslassen von den Aufstiegsträumen mit dem TSV 1860 will offenbar Torben Hoffmann auch nicht: „Bis Mai kann noch viel passieren“, sagt er. „Ich erinnere mich an mein Jahr bei Eintracht Frankfurt. Wir waren zur Winterpause 11 oder 12 Punkte hinter einem Aufstiegsplatz – am Ende haben wirs doch noch geschafft.“ Was den Löwen noch leidvoll in Erinnerung bleibt: Frankfurt wurde in der Saison 2004/2005 mit Hoffmann Dritter, 1860 nur Vierter. Oliver Griss

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