1860-Trainer Kayabunar erklärt seinen Wutanfall: "In der Situation war ich einfach sauer"

Der 1860-Trainer spricht über seinen Ärger nach der Derby-Pleite. Zeigt seine Mannschaft in Eichstätt eine Reaktion?
Matthias Eicher |
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Auch bei Alper Kayabunar war der Frust nach der Derby-Pleite groß.
Auch bei Alper Kayabunar war der Frust nach der Derby-Pleite groß. © IMAGO/Frank Hoermann

Allzu viel Spaß dürften die Löwen in der Trainingswoche nach der schmachvollen 2:4-Derby-Pleite gegen den FC Bayern II am vergangenen Sonntag gehabt haben.

"Die Stimmung war natürlich nicht gut", gab Cheftrainer Alper Kayabunar vor dem nächsten Auswärtsspiel des TSV 1860 am Sonntag beim VfB Eichstätt (14 Uhr, Livestream beim BR) zu. Kein Wunder, dass dem 40-Jährigen auch selbst nach dem Derby-Debakel einmal der Kragen geplatzt ist: Am Donnerstag hat Kayabunar seine Mannschaft beim Vormittagstraining angeschnauzt, wer überhaupt "Bock" auf das Duell in Eichstätt habe.

Kayabunar: "Wissen, dass wir an gewissen Sachen arbeiten müssen"

Auf AZ-Nachfrage erklärte der TSV-Trainer am Freitag über seinen Wutausbruch: "So etwas passiert bei mir immer spontan. Die Jungs wissen, dass ich sage, was denke und mich so verhalte, wie ich mich fühle - und in dieser Situation war ich einfach sauer." Kayabunar gestand, dass die Niederlage gegen die kleinen Bayern und sein verschärfter Tonfall in einem Zusammenhang stehen: "Klar hat das dann auch ein bisschen mit der Derby-Niederlage zu tun. Wir wissen, dass wir an gewissen Sachen arbeiten müssen."

Wie etwa an der Stabilität in der Defensive, die Kayabunars lautstarken Worten über den Trainingsplatz zufolge "viermal geschlafen" habe.

Kayabunar warnt vor heimstarken Eichstättern

Ob die Auswärtsfahrt nach Eichstätt zur rechten Zeit für eine weiß-blaue Trotzreaktion kommt? "Eichstätt ist Erster in der Heimtabelle", warnte Kayabunar vor dem Gegner, der mit fünf Siegen und zwei Pleiten (15 Punkte) das beste Heim-Team stellt - einen Punkt vor Sechzig mit vier Siegen, zwei Remis und einer Niederlage (14 Zähler). "Eichstätt ist sehr stark, sie operieren viel mit langen Bällen, sind sehr zweikampfstark und gut bei den Standards", analysierte Kayabunar, um mit dem Selbstverständnis des Regionalliga-Zugpferds Sechzig dennoch zu der Erkenntnis zu kommen: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen, das wollen wir auch in Eichstätt zeigen und mit drei Punkten nach Hause fahren."

Bei Kapitän Dennis Dressel (Schulterverletzung) und Raphael Ott (Blitzgenesung nach Sprunggelenksverletzung) soll kurzfristig entschieden werden, ob sie mit im Bus sitzen, um die Derby-Schmach vergessen zu machen.

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