1860-Präsident - Cassalette über Ayre: "Fachlich wie menschlich ein super Typ"

Präsident Cassalette schwärmt über den neue Löwen-Geschäftsführer Ian Ayre. "Wir haben unseren Frust mit einer Maß hinuntergespült".
| Matthias Eicher
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In Aue nebeneinander auf der Tribüne: 1860-Präsident Cassalette (l.) und Geschäftsführer Ayre.
M.i.S. In Aue nebeneinander auf der Tribüne: 1860-Präsident Cassalette (l.) und Geschäftsführer Ayre.

München - Mit dem Rechtsverkehr hatte der Brite Ian Ayre kein Problem. Eher mit seinem Navigator. "Ayre ist gefahren, und wenn er mich nicht gerade als schlechten Beifahrer bezeichnet hat, weil ich ihm zwei Mal den falschen Weg gewiesen habe, haben wir Erfahrungen über 1860 und den FC Liverpool ausgetauscht", sagte Peter Cassalette der AZ über die Schneiderfahrt mit dem neuen Geschäftsführer der Löwen zu Erzgebirge Aue (0:3). Damit diese nicht vollkommen vergeblich war, musste ein Abstecher in einen Biergarten folgen.

"Wenn man nur das Ergebnis betrachtet, hat sich die Fahrt nicht gelohnt", so Cassalette über den Trip nach Sachsen, der Sechzig auch in der Tabelle in die falsche Richtung führte, und zwar auf Rang 14. Die Fahrtgemeinschaft habe sich immerhin dazu geeignet, um sich "abseits vom Büro besser kennenzulernen". Das Gespräch habe man "in München in einem Biergarten fortgesetzt – und unseren Frust mit einer Maß hinuntergespült". Und obwohl im Hofbräukeller am Wiener Platz für die 1860-Bosse anstelle eines Siegerbiers eine Frust-Maß angesagt war, habe Cassalette dennoch nach und nach eine Hoffnungsschimmer gespürt, dass bei Sechzig künftig die Korken knallen.

"Je besser ich ihn kennenlerne, desto mehr bin ich überzeugt, dass er fachlich wie menschlich ein super Typ ist", frohlockte Cassalette, "wir haben wahnsinniges Glück: Genau wie mit Vitor Pereira haben wir mit Ian einen sehr erfahrenen, internationalen Fachmann bekommen." Und das bei einem, wie man den TSV spätestens seit der neuerlichen Pleite wieder bezeichnen muss, Zweitliga-Abstiegskandidaten.

"Anthony hat seinen Job gemacht"

Gegen keinen Geschäftsführer aus dem deutschen oder internationalen Fußball wolle der Präsident den 53-Jährigen Vollprofi eintauschen – schon gar nicht vergleichbar ist der ehemalige Liverpool-Boss mit seinem Vorgänger: "Anthony hat seinen Job gemacht", sagt Cassalette wortkarg über Ex-Geschäftsführer Power. Nach AZ-Informationen dürfte er angesichts mehrere Meinungsverschiedenheiten mit Power wegen dessen rigoriser Arbeitsmethoden ins kollektive Aufatmen an der Grünwalder Straße nach dem Aus des Ismaik-Mannes eingefallen sein. Ayre dagegen werde 1860 "richtig guttun. Wir freuen uns auf die Zukunft mit ihm" – es soll eine berauschende Zukunft werden.

Umso wichtiger für die hohen Ziele (Aufstieg!) wäre die baldige Sicherung der Ligazugehörigkeit, um die laut Cassalette bereits begonnenen Planungen eines Angriffs auf die Aufstiegsplätze intensiver anzupacken. Der 62-Jährige, zuletzt stets der Ansicht, man sei schon jetzt zu gut für den Abstiegskampf, ordnete ein: "Es ist schlicht und einfach noch nichts gewonnen und auch noch nichts verloren: Hinter uns haben fast alle gepunktet, aber wir sind nicht weit von einem einstelligen Tabellenplatz entfernt. Es ist momentan alles sehr eng."

Von seinem Standpunkte rückte er allerdings nicht ab: "Ich glaube nach wie vor an Vitor Pereira und unser Team – bin von unserer Qualität absolut überzeugt. Dazu kommt die Tatsache, dass wir es in der eigenen Hand haben." Wie die Maß im Biergarten. Damit das Duo Cassalette/Ayre die nächste davon mehr genießen kann, braucht’s am Ostersonntag (13.30 Uhr, live bei Sky) gegen den SV Sandhausen nach Erfolg dürstende Löwen. Wer weiß, vielleicht spielen sie sich in einen Rausch.

Lesen Sie hier: Das sagt Löwen-Investor Ismaik zur 0:3-Pleite in Aue

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