1860-Investor Ismaik kündigt Klage an: "Insolvenz wurde pflichtwidrig herbeigeführt"

Dem TSV 1860 steht wie erwartet juristischer Ärger ins Haus. Investor Hasan Ismaik kündigt eine Klage an und übt scharfe Kritik am Präsidium um Oberlöwe Gernot Mang.
Florian Weiß
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1860-Präsident Gernot Mang (r.) und Investor Hasan Ismaik.
1860-Präsident Gernot Mang (r.) und Investor Hasan Ismaik. © IMAGO/Ulrich Wagner

Der Spielbetrieb ist seit Juni beim e.V., sämtliche Spieler und die Markenrechte sind nach der KGaA-Insolvenz ebenso bei Verein und neuer Spielbetriebs-GmbH. Also alles super beim TSV 1860? "Ich vermute, dass etwas kommt", hatte Präsident Gernot Mang über mögliche juristische Scharmützel mit Hasan Ismaik vermutet – und behält damit wohl recht.

Der Jordanier sagte unter anderem der AZ: "Meiner Ansicht nach wurde die Insolvenz von den Verantwortlichen von 1860 pflichtwidrig herbeigeführt. Auch die Gründung des zweiten Unternehmens und die damit verbundenen Handlungen betrachte ich als Teil dieses sittenwidrigen Vorhabens, und jeder, der diese Handlungen genehmigt oder dazu beigetragen hat, sollte zur Rechenschaft gezogen werden."

Hasan Ismaik übt scharfe Kritik an 1860-Präsidium

Wiederholt äußert er den Verdacht, dass all die Geschehnisse der vergangenen Wochen und Monate von Seiten des e.V. jahrelang geplant worden seien: "Ich bin der Ansicht, dass das, was geschehen ist und weiterhin geschieht, schwerwiegende strafrechtliche Fragen aufwirft."

Die Verantwortung sieht er bei Mang, dessen Präsidium und beim Verwaltungsrat und droht: "Heute sind die Gerichte der letzte Weg zu Gerechtigkeit und Fairness, und ich werde mein Vertrauen in die Justiz setzen und darauf vertrauen, dass sie meine Rechte wiederherstellt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht."

Ismaik hatte dem TSV 1860 Ende Mai Darlehensverträge gekündigt. Die dadurch entstandene Finanzierungslücke sorgte dafür, dass die Löwen keine Drittliga-Lizenz erhielten. Infolgedessen kündigte der e.V. den Kooperationsvertrag mit der KGaA und übernahm das Spielrecht. 

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  • JENZZ vor 2 Stunden / Bewertung:

    Wenn all de Juristerei vorbei ist, wäre es wunderbar von Herrn Ismaik zu erfahren, als welchen Motiven heraus er eigentlich all die Millionen in einen Fussballclub investiert hat.

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  • Chris_1860 vor 7 Stunden / Bewertung:

    Ismaier kündigt ohne Vorankündigung die Darlehensverträge und der e.V. habe das incl. der Kündigung des Kooperationsvertrages vorher langfristig geplant.

    Freilich, Ismaier, mal wieder ein Märchen aus 1001 Nacht.

    Du bist Vergangenheit und das ist gut so.

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  • Chris_1860 vor 6 Stunden / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Chris_1860

    Und am Schluß wird's völlig lächerlich:

    "Zum Abschluss wurde es kurios: Hasan Ismaik äußerte Sorge um den Ruf Deutschlands. Gegenüber der SZ bezeichnete er die aktuellen Vorgänge als ein „deliktisches Manöver, bei dem die 50+1-Regel als Instrument missbraucht wird“. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, würden die Konsequenzen nicht nur den Verein oder ihn persönlich betreffen. Vielmehr würden sie auch „den Ruf Deutschlands und die rechtlichen, ethischen und humanitären Grundsätze beeinträchtigen, für die es steht“.

    Die Bundesregierung äußerte sich bisher noch nicht zu diesem Drohszenario."

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