1860: Die Bilanz des Trainingslagers

Löwentrainer Lienen ist nach der Rückkehr aus den Alpen zufrieden. Seine Stammelf scheint er gefunden zu haben. Und sogar Geschäftsführer Stoffers war in Österreich erfolgreich.
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"Ich will wissen, was auf mich zukommt": Ewald Lienen.
sampics "Ich will wissen, was auf mich zukommt": Ewald Lienen.

Löwentrainer Lienen ist nach der Rückkehr aus den Alpen zufrieden. Seine Stammelf scheint er gefunden zu haben. Und sogar Geschäftsführer Stoffers war in Österreich erfolgreich.

MÜNCHEN Massenweise Fotos hat Ewald Lienen mit seinem Handy gemacht. Und das nicht von seinen Spielern, sondern von der Alpenidylle in St.Johann. Schließlich will der Löwen-Trainer in Zukunft – ganz privat mit Gattin Rosi – auch ins Pongau reisen. Die positiven Eindrücke von seinen Spielern hatte der Coach ohnehin im Kopf, als er am Mittwochnachmittag an der Grünwalder Straße aus dem Bus stieg. „Wir können sehr zufrieden sein“, hatte der Löwen-Trainer bereits nach dem 2:0 gegen den griechischen Erstligisten Iraklis Saloniki über das Trainingslager gesagt. Als kleines Dankeschön gab es für das fleißige Team einen freien Donnerstag.

Die AZ zieht die Bilanz des Trainingslagers:

Die erste Elf: Hat sich schnell herauskristallisiert. Sechs Neuzugänge stehen in Lienens Wunschteam: Gabor Kiraly im Tor, Radi Felhi als Abwehrchef. Im Mittelfeld finden sich ebenfalls neue Namen: Alexander Ludwig, Aleksandar Ignjovski, Florin Lovin und Charilaos Pappas. „Wir haben eine Mannschaft“, sagt Sportdirektor Miki Stevic, „die braucht sich in der Zweiten Liga vor keiner Mannschaft verstecken.“

Die neue Hierarchie: Obwohl die Routiniers Michael Hofmann (36) und Torben Hoffmann (34) nicht mehr erste Wahl sind, gehören sie neben Kapitän Benny Lauth zu den Leit-Löwen. „Dass Hofmann und Hoffmann trotz ihrer sportlichen Situation Vorbilder sind“, sagt Stevic, „zeigt, dass sie echte Profis sind.“ Auch auf die Ratschläge von Gabor Kiraly, Antonio Rukavina und Sascha Rösler wird gehört. Der Mannschaftsrat soll in den nächsten Tagen zusammengesetzt werden.

Die Testspieler: Der Brasilianer Leandro Messias dos Santos, der beim 2:0 gegen Iraklis als linker Verteidiger vorspielte, ist durchgefallen. „Ich kann mir schwer vorstellen“, sagt Stevic über den 25-Jährigen, „dass wir ihn verpflichten. Der Trainer wollte ihn einfach mal sehen.“ Ilhan Mansiz, der türkische WM-Star von 2002, darf dagegen bleiben. Einen Vertrag soll er nach AZ-Informationen aber vorerst nicht bekommen.

Die Überraschungen: José Holebas ist die Entdeckung des Sommers. „Er hat sich sehr gut entwickelt.“ Neben Holebas gefiel in Österreich vor allem Vertragsamateur Sandro Kaiser. Dem 19-Jährigen wird demnächst ein Vier-Jahres-Vertrag angeboten.

Der Sturm: Wo bleibt der neue Lauth-Partner? Erste Wahl ist Nicolas Fauvergue vom OSC Lille. Stevic: „Er hat einen Marktwert von zwei Millionen. Solche Spieler bekommt 1860 normal nicht. Wir versuchen ihn auszuleihen. Nicolas ist ein Stoßstürmer, wie wir ihn suchen.“ Verpflichtung wahrscheinlich.

Das Management: Geschäftsführer Manfred Stoffers war für zwei Tage in Österreich. Im idyllischen Ambiente machte er mit Firmenchef Dieter Schneider den 500000-Euro-Sponsorenvertrag mit Premium Partner DSH fix. Auch mit dem Pharma-Unternehmen Xenofit wurde bis 2011 verlängert. Nun, wieder in München, stehen die entscheidenden Gespräche mit einem künftigen Hauptsponsor an. Möglich, dass noch in dieser Woche der neue Trikot-Werbepartner an der Grünwalder Straße präsentiert wird.

Oliver Griss

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