1860: Der ewige Hoffmann

Mund auf und durch!Wie der 1860-Oldie, der am Dienstag 35 wird, es auch bei Trainer Lienen wieder in die Stammelf geschafft hat.
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Torben Hoffmann, hier mit einem Plüschlöwen unterm Arm, könnte womöglich nach Unterhaching wechseln.
sampics/Augenklick Torben Hoffmann, hier mit einem Plüschlöwen unterm Arm, könnte womöglich nach Unterhaching wechseln.

Mund auf und durch!Wie der 1860-Oldie, der am Dienstag 35 wird, es auch bei Trainer Lienen wieder in die Stammelf geschafft hat.

MÜNCHEN Der Wind kam am Mittwoch aus günstiger Richtung. Fast jedes Wort, das Ewald Lienen seinen Männern beim Training zurief, konnten die Kiebitze am Spielfeldrand verstehen. Sie hörten, wie der Trainer seinen Profis auf deutsch, englisch und französisch Anweisungen gab, wie er Manuel Schäffler nach einer misslungenen Aktion lautstark runterputzte und wie er zum Trainingsspielchen bat: „So Leute, gelbes Leibchen, erste Mannschaft: Torben...“

Dass der Coach Torben Hoffmann als ersten Spieler nannte, ist nur ein Detail – aber kein Zufall. Der Routinier, der kommenden Dienstag 35 Jahre alt wird, ist unter Lienen vom Bankdrücker zu einer tragenden Säule im Spiel des TSV geworden. Der ewige Torben hat sich zurück ins Team gekämpft. Mal wieder.

In der vergangenen Saison saß Hoffmann beim damaligen Trainer Marco Kurz teilweise nur auf der Tribüne. Unter Uwe Wolf kehrte er auf seine Stammposition als Innenverteidiger zurück – um sich bei Lienen anfangs auf der Bank wiederzufinden. Lienen setzte zu Beginn der Saison auf Mate Ghvinianidze. Oldie Hoffmann wollte er nur noch in Notfällen einsetzen.

Im Pokalspiel gegen Hertha bekam der schließlich seine Chance – und überzeugte. Nun sagt Lienen über Hoffmann: „Ich bin sehr zufrieden. Torben gewinnt Zweikämpfe, ist kopfballstark und kann eine Abwehr dirigieren. Außerdem braucht die Mannschaft Führungsspieler, die nicht nur den Mund aufmachen, sondern auch Leistung bringen. Und das macht Torben.“

Bei den Sechzgern ist Hoffman eine Art Fels in der Brandung. Die Trainer wechseln, neue Spieler kommen nach, was bleibt, ist Torben Hoffmann als Abwehrchef. Wenn man ihn fragt, wie er sich das erklärt, spricht er von „harter Arbeit und Disziplin“. Er sei nie mit übermäßigem Talent gesegnet gewesen, sagt der ausgebildete Polizeimeister, er habe aber ein hohes Maß an Ehrgeiz und Disziplin, auch außerhalb des Platzes: „Es ist wirklich schade, wenn man sich anschaut, wie viele Karrieren heute verschenkt werden. Es gibt so viele Spieler, die allerdings in der Birne nicht ganz sauber sind. Viele haben wohl keine ordentliche Erziehung genossen. Da ist es mit dem Profifußball schnell vorbei.“ Bei Hoffman selbst soll es mit dem Profifußball frühestens in zwei Jahren vorbei sein. Sein Kontrakt läuft im Sommer 2010 aus. An einen neuen Zweijahresvertrag glaubt er zwar nicht, sagt aber: „Es gibt sicher die Möglichkeit, sich da zu einigen. Solange ich beim Training vorne mitlaufe, sehe ich keinen Grund aufzuhören.“ ane

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