"Wollen uns hier nicht": Ismaik-Vertrauter macht 1860-Fans in einer Sache Hoffnung

Es ist durchaus bemerkenswert, was die Verantwortlichen des TSV 1860 nach dem Zwangsabstieg im Sommer alles auf die Beine gestellt haben: neuer Trainer, neue Mannschaft, neue Euphorie. Nur das mit der Verwendung des achteckigen Löwen-Wappens, das ließ sich aus rechtlichen Gründen in der Kürze der Zeit nicht regeln.
Da die Vermarktungsrechte für das weit über die Bundesgrenzen hinaus bekannte Emblem bei der Merchandising GmbH von Hasan Ismaik liegen, darf die neue Spielbetriebs GmbH das Logo nicht verwenden. Auf den Trikots und Social-Media-Kanälen greift sie daher auf das historische Wappen der Fußballabteilung zurück. Klar ist dennoch: Der Löwe soll wieder zurück auf die Brust der Spieler, das haben die Verantwortlichen bereits betont.
Ismaik-Vertrauter hofft auf versöhnliche Einigung mit 1860
Nun äußerte sich Biel Ballester Relat, ein enger Vertrauter von Ismaik, gegenüber dem BR zur Wappen-Thematik und macht den Fans Hoffnung. "Ich hoffe es", antwortet der Spanier auf die Frage, ob das achteckige Wappen mit dem ikonischen Löwen in der Mitte künftig wieder die Trikots zieren wird: "Ich glaube, es wäre richtig, wenn sich alle an einen Tisch setzen, verhandeln und das alles auf professionelle Art und Weise beenden."

Gemeint ist damit neben der Klärung der Wappen-Frage auch der Exit von Ismaik. Die Investorenseite sieht für sich nach den Ereignissen der vergangenen Monate und Jahre keine Zukunft mehr bei 1860, stellt Relat klar. "15 Jahre voller Misskommunikation erlauben es uns nicht, zu 1860 zurückzukehren", sagt er und schiebt nach: "Sie wollen uns hier nicht."
Kompetenzen überschritten? Jetzt äußert sich Ismaik-Vertrauter Relat
Zuletzt war Relat, der im Herbst 2025 in den Aufsichtsrat von 1860 berufen wurde und öffentlich eher weniger in Erscheinung getreten ist, selbst in die Schlagzeilen geraten. Vergangene Woche berichtete die "Süddeutsche Zeitung", dass der Spanier mehrfach versucht habe, seine Kompetenzen zu überschreiten und die 50+1-Regelung zu untergraben.
Gegenüber dem "BR" widerspricht Relat dem Bericht in Teilen, gesteht aber ein: "Es gab auch Dinge, die haben gestimmt. Ich war Teil des Teams, welches Manfred Paula beraten hat und versucht hat ihm Dinge aufzuzeigen."