0:0 in Braunschweig: Der TSV Doppelnull

Nach zuletzt zwei Siegen erkämpfen sich die Löwen in Braunschweig bei dem 0:0 einen Punkt. Der neue Sportdirektor Oliver Kreuzer: „Wir haben anfangs nicht gut gespielt, uns aber extrem gesteigert“
| L. Vaitl
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Hart umkämpfte Nullnummer: Löwen-Kapitän Christopher Schindler (vorne) im Luftduell mit Braunschweigs Emil Berggreen.
dpa Hart umkämpfte Nullnummer: Löwen-Kapitän Christopher Schindler (vorne) im Luftduell mit Braunschweigs Emil Berggreen.

Braunschweig - Nix war’s mit dem Triple, dem dritten Erfolg der Löwen nach den Siegen im Pokal in Mainz und in der Liga gegen Duisburg. Bei seinem allerersten Spieltag als neuer Sportdirektor der Löwen erlebte Oliver Kreuzer ein 0:0 bei Eintracht Braunschweig. Kreuzer hatte auf der Bank Platz genommen, an der Seite von Trainer Benno Möhlmann. Was er zu sehen bekam? Den TSV Doppelnull. Und eine umkämpfte Partie, mit wenig spielerischen Highlights, die torlos endete – und wieder einmal die alten Probleme seiner neuen Mannschaft offenbarte.

„Wir haben uns zu Beginn schwer getan, nicht gut Fußball gespielt, viele Eigenfehler begannen“, kritisierte Kreuzer hinterher, auch wenn es im zweiten Durchgang deutlich besser lief. „Wir haben uns extrem gesteigert, mehr Ballkontrolle gehabt und sind auch zu Chancen gekommen. Das Unentschieden ist leistungsgerecht“, so Kreuzer. Das sah auch der Löwen-Antreiber Daniel Adlung so. „Wir standen gut in der Defensive, haben wenig zugelassen und vorne die Nadelstiche gesetzt.“

Lesen Sie hier: Oliver Kreuzer: Das denkt er über die Löwen

Ein Punkt gegen die favorisierten Braunschweiger ist durchaus ein Achtungserfolg, aber angesichts des deutlichen Rückstands von fünf Punkten auf den Tabellen-Fünfzehnten, den SC Paderborn, zu wenig. „Jeder weiß, wo wir stehen. Um die Situation zu verbessern, brauchen wir einfach Punkte“, ärgerte sich Kreuzer. Adlung wiederum wurde sogar noch deutlicher „Auswärts musst du die Chancen auch nutzen, dann kann man auch gewinnen.“

Von besagten Chancen war zu Beginn der Partie noch nichts zu sehen. Im Duell der Löwen-Vereine zeigten beide Teams viel Respekt für ihre Artgenossen und wenig Mut zur Offensive. Mit Rubin Okotie für Stefan Mugosa und Marius Wolf für den verletzten Krisztian Simon bot Möhlmann eine Elf auf, die rustikal verteidigte, aber nach vorne ohne Wirkung blieb. Es dauerte bis zur 27. Minute, bis der Braunschweiger Ofosu-Ayeh die erste echte Chance hatte. Er scheiterte aber an 1860-Keeper Vitus Eicher. In der Folge drängten die Braunschweiger und kamen immer wieder gefährlich über die rechte Seite. Trainer Möhlmann reagierte sofort und wechselte den Gelb-verwarnten Linksverteidiger Richard Neudecker bereits nach einer halben Stunde aus.

Lesen Sie hier: Möhlmann über Niedermeier:

Die zweite Hälfte, die Löwen präsentierten sich von einer anderen – einer besseren – Seite. Möhlmanns Truppe plötzlich mit spielerischem Übergewicht. Kurz nach der Pause prüfte Daylon Claasen Schlussmann Rafael Gikiewicz mit einem 18-Meter-Schuss. Wenig später scheiterte er freistehend aus kurzer Distanz am Torhüter. Die größte Chance des Spiels war leichtfertig vergeben, doch die Münchner steckten nicht auf und wurden in der Schlussphase fast belohnt. Stefan Mugosa (86.) kam Sekunden nach seiner Einwechslung im Strafraum aus kurzer Distanz zum Schuss. Sein Versuch wurde ausgerechnet vom eigenen Mitspieler Sertan Yegenoglu noch am Tor vorbeigelenkt. Aufgrund der chronischen Offensivschwäche müssen sich die Löwen wieder mal mit einem Trostpunkt zufriedengeben. Mit nur acht Toren in 14 Spielen bleiben sie das torungefährlichste Team der Liga. Das siebte Unentschieden, das zweite 0:0 der Saison.

Angesichts der düsteren Tor-Bilanz baut der Kreuzer vor allem auch auf die Spiele nach der Winterpause. Denn dann kann der Sportdirektor endlich neue Spieler verspielen. Nötig ist es auf jeden Fall. 

 

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