Tour: Dopingkontrolle bei Lipowitz und Co. zu später Stunde

Vor dem Einzelzeitfahren der Tour de France haben auch Florian Lipowitz und seine Teamkollegen zu später Stunde Besuch von den Dopingkontrolleuren bekommen. Alle acht Fahrer wurden am Montagabend gegen 22 Uhr kontrolliert, wie ein Sprecher des Red-Bull-Teams der dpa bestätigte. Dabei handelte es sich allerdings nicht um eine der umstrittenen Nachtkontrollen, die es zuletzt bei Toursieger Tadej Pogacar und dem nach einem Sturz ausgeschiedenen Mitfavoriten Jonas Vingegaard gab.
"Primär haben wir eine schwarze Vergangenheit im Radsport und deswegen ist es gut, dass hier kontrolliert wird. Dass tief in der Nacht kontrolliert wird, das gibt das Reglement her. Es hindert natürlich schon die Regeneration, aber auch wir sind heute Nacht besucht worden, die Rennfahrer haben zum Teil schon geschlafen und haben die Kontrollen mitgemacht", sagte Red-Bull-Teamchef Ralph Denk dem ZDF und ergänzte: "Es sorgt dafür, dass unser Sport glaubhaft ist, dass er sauber ist und deswegen gehört es auch dazu."
In den letzten Tagen hatte es heftige Debatten um nächtliche Kontrollen bei der Tour gegeben. Vor der schweren Bergetappe zum Plateau de Solaison war Vingegaard um 2 Uhr in der Nacht kontrolliert worden, bei Pogacar klopfte es um 5 Uhr an der Tür. Bei der anschließenden Etappe kam Vingegaard zu Fall und schied mit einem Schlüsselbeinbruch aus. Pogacar mutmaßte, dass darin ein Zusammenhang bestanden haben könnte.