Tour de France: Froome verliert Gelbes Trikot an Aru - Bardet gewinnt Etappe

Welch ein furioses Finale auf der ersten Pyrenäen-Etappe der Tour de France. Chris Froome verliert sein Gelbes Trikot. Strahlender Sieger ist der Franzose Romain Bardet, der die Gastgeber auf den ersten Toursieg seit 1985 hoffen lässt.  
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Strahlender Sieger der ersten Pyrenäen-Etappe: Romain Bardet.
dpa Strahlender Sieger der ersten Pyrenäen-Etappe: Romain Bardet.

Welch ein furioses Finale auf der ersten Pyrenäen-Etappe der Tour de France. Chris Froome verliert sein Gelbes Trikot an den Italiener Fabio Aru. Strahlender Sieger ist der Franzose Romain Bardet, der die Gastgeber auf den ersten Toursieg seit 1985 hoffen lässt.

Peyragudes - Chris Froome quälte sich den steilen Schlussanstieg hinauf und kam kaum mehr von der Stelle - stattdessen fuhr Romain Bardet in die Herzen der französischen Fans. Der Brite erlebte im Finale der ersten Pyrenäen-Etappe einen unerwarteten Einbruch und verlor überraschend sein Gelbes Trikot an den Italiener Fabio Aru.

Triumphaler Sieger der 12. Etappe nach 214,5 Kilometern auf dem Peyragudes war am Donnerstag der Vorjahres-Zweite Bardet, der die Grande Nation jetzt wieder vom ersten Toursieg nach Bernhard Hinault (1985) träumen lässt.

Italiener Fabio Aru schlüpft ins Gelbe Trikot

Der dreimalige Toursieger Froome verlor auf den letzten 300 Metern mehr als 20 Sekunden auf Bardet und liegt im Gesamtklassement jetzt sechs Sekunden hinter dem Tagesdritten Aru, der zum ersten Mal das Gelbe Trikot trägt. Die Schwäche im 1580 Meter hoch gelegenen Ziel auf dem Peyragudes, der 1997 als James-Bond-Kulisse diente, überraschte. Vor seinem kleinen Einbruch hatte Froome mit Tempoverschärfungen dafür gesorgt, das der zweimalige Tour-Zweite Nairo Quintana, der knapp 12 Kilometer vor dem Ziel abreißen lassen musste, und Altmeister Alberto Contador zurückfielen und viel Zeit verloren. Der letzte Ausreißer Stephen Cummings war von Froome und Co. acht Kilometer vor dem Ziel eingeholt worden. Der höher eingeschätzte deutsche Ex-Meister Emanuel Buchmann konnte dem Tempo der Favoriten im Finale ebenfalls nicht mehr folgen und fiel schon früher zurück.

Im Nebel der Pyränen fiel die Entscheidung auf der 2,4 Kilometer langen Schlusssteigung. Davor hatten Froome und Aru 12 Kilometer vor dem Ziel auf der Abfahrt vom Porte de Balès eine Schrecksekunde erlebt, als sie eine Kurve verpassten und fast gegen Wohnwagen der Zuschauer geknallt wären. Froomes Teamkollege Mikel Nieve raste zwischen die Fahrzeuge, blieb aber unverletzt. Froome und Aru mussten kurz stoppen und konnten ihre rasende Fahrt dann fortsetzen.

Marcel Kittel schaltete sich - wie angekündigt - auf der ersten Pyrenäen-Etappe in den Kampf um Punkte ein und fuhr sogar in einer 12-köpfigen Spitzengruppe. Beim einzigen Zwischensprint nach 94 Kilometern in Loures-Barousse belegte der Träger des Grünen Trikots hinter dem Australier Michael Matthews Platz zwei. Kittel kassierte 17 Punkte und schraubte sein Konto an der Spitze der Sprinter-Wertung auf 352 Punkte. Sein unmittelbarer Verfolger Matthews (222) konnte sich 20 Zähler gutschreiben lassen und holte leicht auf. Aber wenn der bisher fünfmalige Etappengewinner aus Erfurt bis Paris durchhält, dürfte ihm das Trikot kaum noch zu nehmen sein.

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