Tour de France 2017: Das sind die Favoriten

Noch sechs Fahrer kämpfen vor den letzten Alpen-Etappen um den Gesamtsieg bei der Tour de France. "Es wird jede Menge Angriffe geben, eine ziemliche Show". Die AZ checkt die Favoriten.
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Ist nicht mehr so dominant wie früher, hat aber alle Trümpfe in der Hand: Der britische Tour-Leader Christopher Froome.
dpa Ist nicht mehr so dominant wie früher, hat aber alle Trümpfe in der Hand: Der britische Tour-Leader Christopher Froome.

Paris - Es sind 18 Sekunden, die derzeit die Tour-de-France-Welt bedeuten. 18 Sekunden trennen den Träger des Gelben Trikots, den dreimaligen Toursieger Chris Froome (Team Sky), zu Beginn der letzten Rundfahrt-Woche von seinem ärgsten Verfolger, dem Italiener Fabio Aru (Astana). Der Kampf um den Toursieg, ein packender Zweikampf vor den letzten beiden schweren Alpen-Etappen am Mittwoch und Donnerstag und dem Zeitfahren am Samstag über 22,5 Kilometer in Marseille? Mitnichten! Eher ein Vier- oder gar Sechskampf.

Denn da wären auch noch der französische Lokalmatador Romain Bardet (3., + 23 Sekunden zurück) und der Kolumbianer Rigoberto Uran (4., + 29 Sekunden), ja sogar der Ire Daniel Martin (5., 1:12 Minuten) und Froomes Edelhelfer Mikel Landa aus Spanien (6., +1:17 Minuten), die ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitsprechen können. Selten war eine Tour de France in der letzten Woche so spannend. Am Mittwoch geht es über den mythischen Col du Galibier (2.642 Meter), am Donnerstag folgt die Bergankunft am Col d’Izoard (2.360 Meter). Vor den entscheidenden Etappen checkt die AZ die Favoriten:

Chris Froome: "Ich bin froh, dass ich vorne liege und keine Zeit gut machen muss", sagte der dreimalige Champion, der heuer bei weitem weniger dominant auftritt als bei seinen drei Tour-Siegen 2013, 2015 und 2016. Der größte Trumpf des Briten: Seine alles überragende Sky-Mannschaft, die das Feld beherrscht. Zudem ist Froome der mit Abstand beste Zeitfahrer im Favoriten-Sextett. Nur ein Einbruch in den Alpen kann seinen vierten Tour-Sieg verhindern.

Fabio Aru (2./+18 Sekunden): Der italienische Kletterspezialist entriss Froome zwischenzeitlich Gelb. In den Alpen muss er voll auf Attacke schalten, denn im Zeitfahren wird er Boden verlieren. "Es wird jede Menge Angriffe geben, eine ziemliche Show", kündigte der Astana-Kapitän an.

Romain Bardet (3./+23 Sekunden): Der Franzose, der die Hoffnungen der Gastgeber auf den ersten Toursieg seit 1985 trägt, verfügt über eine starke AG2R-Mannschaft. Seine Stunde könnte auf der 28 Kilometer langen Abfahrt vom Gipfel des Galibier ins Ziel nach Serre-Chevalier schlagen. Seine Schwäche: Das Zeitfahren.

Rigoberto Uran (4./+23 Sekunden): Anfangs kaum beachtet, ist der Kolumbianer mittlerweile sogar zu einem "Geheimfavoriten" (Froome) auf den Toursieg geworden. "Ein Anstieg wie der Izoard, da kannst du große Abstände herausfahren", sagt der 30-Jährige. Allerdings: Als großer Angreifer hat er sich bisher nicht hervorgetan.

Daniel Martin (5./+1:12 Minuten): Der Ire ist zäh, ein Kämpfer. Ob aber im Hochgebirge die Kräfte reichen? "Er hat sich bisher nicht als Spezialist für dreiwöchige Rundfahrten hervorgetan", sagte Ex-Radprofi Marcel Wüst der AZ.

Mikel Landa (6./ +1:17 Minuten): Der spanische Bergspezialist ist eigentlich Froomes Helfer. Schwächelt der Kapitän, könnte er zu einem zweiten Trumpf des Sky-Teams werden.

Lesen Sie auch: Froome mit Dream-Team - Idealer Helfer Knees schuftet

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