Todestag: Dahlmeier (†31) schickte kurz vor Unglück noch Grüße an Bergsteiger Thomas Huber

Der Gedenkort für Laura Dahlmeier (†31) in Garmisch ist zur Pilgerstätte geworden. Das ZDF und ServusTV widmen ihr eine Dokumentation über ihr Leben.
Thomas Becker |
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Der Gedenkstein in Garmisch ist auch für die Eltern von Laura Dahlmeier (hier Mama Susi) ein wichtiger Ort der Trauer geworden.
Der Gedenkstein in Garmisch ist auch für die Eltern von Laura Dahlmeier (hier Mama Susi) ein wichtiger Ort der Trauer geworden. © Felix Hörhager/dpa

Reinhold Messner braucht nur wenige Sätze, um das Schicksal von Laura Dahlmeier zu fassen. "Sie gehörte zu den besten Bergsteigerinnen weltweit. Sie hat keinen Fehler gemacht. Steinschlag ist tödlich, nicht abzuwenden. Man kann nicht davonlaufen. Es reicht ein Stein so groß wie der Daumen, dass er dir die Schädeldecke einschlägt." Am 28. Juli 2025 ist Laura Dahlmeier, die zweifache Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin, mit nur 31 Jahren beim Abseilen am 6096 Meter hohen Laila Peak im pakistanischen Karakorum, gestorben, wohl getroffen von einem Steinschlag in 5700 Metern Höhe. Wahrscheinlich war sie sofort tot.

In Garmisch-Partenkirchen, direkt an der B2, neben dem Skiclub, der einst ihre sportliche Heimat war, gibt es seit Februar den Laura-Dahlmeier-Park. Ein Felsen aus dem Ferchenbach unweit der Partnachklamm, von Mutter Susi ausgesucht, ein Foto daneben, Kerzen, frische Blumen, ständig. Während der Hitzewelle hat es wegen der Kerzen sogar mal gebrannt – zum Glück folgenlos. "Es ist eine richtige Pilgerstätte geworden", sagt Vater Andreas Dahlmeier, "wir sind froh, dass der Hype nach unten gegangen ist. Wir sind müde." Den Todestag werden die Dahlmeiers im engsten Kreis begehen. "Es ist Familiensache", sagt er. Eine öffentliche Gedenkveranstaltung ist nicht geplant.

Dahlmeier schickt am Tag vor dem Unglück noch Grüße an Thomas Huber

Öffentlich wird derweil einiges verhandelt: Das ZDF dreht eine Doku mit dem Arbeitstitel "Leben und Sterben", ServusTV zeigt unter "Ein Schritt zu weit" eine Produktion, in der die Alpinisten Lukas Wörle und Aleš Česen jene Route nachgehen, auf der Dahlmeier verunglückte. Auch Thomas Huber, der befreundete Extremkletterer, der damals in der Nähe des Unglücksorts weilte und nicht mehr helfen konnte, ist wieder in der Gegend unterwegs. "An dem Tag, als Laura den Unfall hatte, werden wir nicht auf den Berg zu gehen, sondern innehalten und ihrer gedenken", sagt er, "und daran erinnern, was sie vermittelt hat: 'Das Leben ist so fragil, ein Geschenk – und das soll man wirklich feiern, zelebrieren'." Am Tag vor dem Unglück habe Laura ihm noch Grüße geschickt, aus 5.400 Metern Höhe, in einer 60 Grad steilen Eiswand.

Die Eltern haben offenbar Frieden damit geschlossen, dass ihre Tochter dort bleibt, wo sie am glücklichsten war. Mutter Susi sagt: "Das ist der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt. Verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie, und das ist sie."

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