Tennis-Stars Djokovic, Nadal und Federer planen Hilfsfonds

Die drei großen Stars des Herren-Tennis planen offenbar die Einrichtung eines Hilfsfonds für weniger gut verdienende Profis auf den hinteren Weltranglistenpositionen.
| dpa
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Tennis-Topstars: Novak Djokovic (l) und Roger Federer.
Laurence Griffiths/Pool/PA Wire/dpa/dpa Tennis-Topstars: Novak Djokovic (l) und Roger Federer.

Berlin - Die drei großen Stars des Herren-Tennis planen offenbar die Einrichtung eines Hilfsfonds für weniger gut verdienende Profis auf den hinteren Weltranglistenpositionen.

Über einen entsprechenden Brief des Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic an die Spieler berichteten mehrere Medien. Der Serbe, der auch Präsident des Spielerrates der Herren-Organisation ATP ist, habe zuvor mit seinen Kollegen Roger Federer aus der Schweiz und dem Spanier Rafael Nadal beraten. Alle drei haben sich jenseits des Tennis während der Coronavirus-Pandemie bereits auch individuell für Hilfsaktionen engagiert.

Mit dem jetzigen Vorschlag will das Trio mehr als vier Millionen Dollar einsammeln. Ziel sei es, den Spielern auf den Weltranglistenplätzen 250 bis 700 jeweils 10 000 Dollar zukommen zu lassen. "Wir denken, dass wir uns zusammenschließen müssen, um diesen Spielern zu helfen. Viele von ihnen denken darüber nach, das Tennis zu verlassen, weil sie finanziell ganz einfach nicht überleben können", zitierte die französische Sportzeitung "L'Equipe" aus dem Brief von Djokovic.

Der Plan sehe vor, dass die Top 100 im Einzel gut eine Million Dollar aufbringen sollen. So sollen Spieler aus den Top fünf jeweils 30 000 Dollar spenden, die folgenden Akteure weniger. Von den Profis auf den Rängen 50 bis 100 und den Top 20 im Doppel sollen jeweils noch 5000 Dollar kommen. Djokovic sieht gute Chancen, dass alle vier Grand-Slam-Turniere jeweils eine halbe Million Dollar beisteuern. Von den ATP Finals im November in London soll das halbe Preisgeld in den Fonds fließen. Sollte der Jahresabschluss ausfallen, könnte dieser Teil aus dem Preisgeld der nächsten Australian Open kommen.

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