Tatort Umkleidekabine

Vor dem letzten Testspiel gegen Norwegen lenken sich Deutschlands Fußball-Frauen ab und schauen im Kino den Krimi „Im Abseits” mit Ulrike Folkerts und Theo Zwanziger
| Christoph Landsgesell
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Erst „Tatort“ schauen, dann analysieren: Bundestrainerin Silvia Neid (r.) mit Schauspielerin Ulrike Folkerts.
dapd Erst „Tatort“ schauen, dann analysieren: Bundestrainerin Silvia Neid (r.) mit Schauspielerin Ulrike Folkerts.

Vor dem letzten Testspiel gegen Norwegen lenken sich Deutschlands Fußball-Frauen ab und schauen im Kino den Krimi „Im Abseits” mit Ulrike Folkerts und Theo Zwanziger

Frankfurt - Besser kann man einen Mord nicht platzieren. Eine Woche vor Beginn der Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland wird die fiktive Nationalspielerin Fadime Gülüc (gespielt von Filiz Koc) in der Umkleidekabine des FC Eppheim erschlagen. Wer der Mörder ist, findet „Tatort”-Kommissarin Lena Odenthal alias Ulrike Folkerts am Sonntag (20.15, ARD) heraus. Die deutsche Nationalmannschaft durfte sich „Im Abseits” in einem Frankfurter Kino vorab ansehen und rätseln, wer der Täter ist. Verdächtige gibt es wie immer genug.
Da ist Gülücs blonde Mitspielerin, die grätscht und kämpft, während sich die schöne Gülüc, das Aushängeschild des Klubs, mit Schmollmund in knappen Dessous ablichten lässt. Was der türkischstämmigen und streng muslimischen Familie sowie ihrem Verlobten nicht gefallen dürfte. Auch die Trainerin der Mannschaft hat ihre Probleme mit Gülüc und setzt sie immer öfter auf die Ersatzbank, was dem Präsidenten des FC Eppheim missfällt. Denn der Bundesligist steckt in Schwierigkeiten – und um die Vermarktung Gülücs anzukurbeln, muss sie auch spielen.

Als der Fall bekannt wird, schaltet sich Deutschlands Fußball-Prominenz ein: DFB-Präsident Theo Zwanziger tritt in einer Sprechrolle auf, Joachim Löw, Oliver Bierhoff, Silvia Neid und Steffi Jones sind zu sehen. Eine kleine Rolle bekam Nationalspielerin Celia Okoyino da Mbabi, die ihr Film-Debüt kritisch beurteilte: „Es war eine tolle Erfahrung und hat viel Spaß gemacht. In dem Bereich kann ich noch einiges dazulernen.”

"Viele Szenen waren ein bisschen übertrieben"

Fadime Gülücs Rolle erinnert dabei stark an Nationalspielerin Fatmire Bajramaj: eine hübsche, technisch starke Offensivspielerin mit Migrationshintergrund. Darauf angesprochen, erwiderte Bajramaj: „Das bin ich nicht, es ist nur ein Film. Viele Szenen waren ein bisschen übertrieben.” Lange dürfte sie sich darüber nicht ärgern, für Deutschlands Fußballfrauen gibt es im Moment Wichtigeres.

Am Donnerstagabend testet die Mannschaft zum letzten Mal vor Beginn der WM. Gegner ist Norwegen, die als Mitfavorit auf den Titel gelten. „Das Spiel hat eine sehr große Bedeutung”, sagte Bajramaj vor der Partie in Mainz (20.30 Uhr). „Norwegen ist eine starke Mannschaft, die uns viel abverlangen wird. Jetzt werden wir sehen, wie wir uns entwickelt haben.” Für Bajramaj ist es außerdem die letzte Chance, sich im internen Zweikampf mit Melanie Behringer für einen Stammplatz zu empfehlen. Nach den Testspielen gegen Nordkorea (2:0), Italien sowie die Niederlande (jeweils 5:0) dürfte gegen Norwegen diesmal die Verteidigung gefordert werden.
Gesetzt für die WM ist dagegen Rekordnationalspielerin Birgit Prinz. Ob sie gegen Norwegen auflaufen kann, ist aber noch ungewiss. Nach einer Bänderdehnung im Sprunggelenk trainierte die 33-Jährige am Mittwoch aber erstmals wieder mit der Mannschaft. 

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