Stürze, Abschied und viel Gold: Turbulente Skisprung-Saison

Goldrausch von Seefeld, schmerzhafte Stürze und ein emotionaler Abschied: Die deutschen Skispringer hatten einen turbulenten Winter. Die Bilanz der Adler fällt aber positiv aus.
| dpa
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Bester deutscher DSV-Adler der Saison: Markus Eisenbichler.
Darko Bandic/AP/dpa 2 Bester deutscher DSV-Adler der Saison: Markus Eisenbichler.
Hört als Skisprung-Bundestrainer auf: Werner Schuster.
Daniel Karmann/dpa 2 Hört als Skisprung-Bundestrainer auf: Werner Schuster.

Planica - Die Skisprung-Saison ist nach den Wettbewerben von Planica und Tschaikowski beendet. Was bleibt? Vier WM-Titel von Seefeld, zahlreiche Weltcup-Siege sowie Markus Eisenbichler und Katharina Althaus als die deutschen Gesichter an den Schanzen.

Die Deutsche Presse-Agentur wirft einen Blick auf die vergangenen vier Monate.

GOLDRAUSCH VON SEEFELD: Eisenbichler im Einzel, dazu beide Teams und das Mixed: In Tirol räumen die DSV-Adler vier WM-Goldmedaillen ab. Neben Eisenbichler (dreimal Gold) nehmen auch Althaus, Juliane Seyfarth und Karl Geiger (je zweimal Gold und einmal Silber) mehrere Medaillen mit. In fünf von sechs Entscheidungen steht mindestens ein Deutscher auf dem Podest.

TOURNEEGLANZ VON "EISEI" UND LEYHE: Den ersten Tourneesieg seit Sven Hannawald 2002 gab es zwar auch in diesem Winter nicht, Eisenbichler und Stephan Leyhe waren als Gesamtzweiter und Dritter aber verdammt nah dran. In Oberstdorf, Garmisch, Innsbruck und Bischofshofen nicht zu schlagen: Der Japaner Ryoyu Kobayashi, der gleich alle Springen für sich entscheidet.

STURZPECH BEI MÄNNERN UND FRAUEN: Der Schanzensport ist zwar nicht ganz so anfällig wie Ski Alpin, zwei schwere Verletzungen mussten die Verantwortlichen beim Deutschen Skiverband (DSV) in diesem Winter trotzdem hinnehmen: Bei Hoffnungsträger David Siegel riss nach einem Sturz in Predazzo im Januar genauso das vordere Kreuzband wie bei Team-Weltmeisterin Ramona Straub, die in Oslo stürzte. Leyhe fiel nach einem missglückten Aufsprung am Holmenkollen auf sein Gesicht und musste in der Folge auch im Weltcup aussetzen.

DER MACHER GEHT: Werner Schuster geht - und höchstwahrscheinlich kommt sein ehemaliger Assistent Stefan Horngacher als neuer Chef. "Ich bin ja schon länger darauf eingestellt. Ich bin überzeugt, dass es die richtige Entscheidung ist", sagte Schuster, der mehr Zeit für seine Familie haben will, zu seinem Entschluss. Welcher Tätigkeit er künftig nachgehen wird, war in Planica noch unklar.

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