Spieler-Gewerkschaft VDV erwartet mehr arbeitslose Profis

Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) rechnet mit weitreichenden Folgen der Corona-Krise für die bevorstehende Transferperiode.
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Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV).
picture alliance / David Ebener/dpa/dpa Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV).

Stuttgart - Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) rechnet mit weitreichenden Folgen der Corona-Krise für die bevorstehende Transferperiode.

"Es ist davon auszugehen, dass durch Corona mehr Spieler arbeitslos werden als in den letzten Sommern. Viele Clubs müssen den Gürtel enger schnallen und ihre Kader verkleinern", sagte VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky der Deutschen Presse-Agentur: "Wir helfen mit Rechtsberatung, Laufbahncoaching und unserem VDV-Proficamp."

Die 1987 gegründete Spielergewerkschaft hat eigenen Angaben zufolge rund 1400 Mitglieder und durch die Pandemie aktuell viel Arbeit. "Wir haben während der Corona-Krise viel Unzufriedenheit wahrgenommen, von der Regionalliga bis zur Bundesliga", sagte Baranowsky: "Darum haben wir zahlreiche Video-Beratungen durchgeführt, zum Beispiel zu Kurzarbeitsregelungen, Gehaltsstundungen oder auch zu drohender Arbeitslosigkeit."

Das neue Bündnis aus Fußballerinnen und Fußballern der drei deutschen Profiligen und der Frauen-Bundesliga, das sich kürzlich formiert hat, begrüßt die VDV. "Es dürfte in der neuen Saison mehr englische Wochen geben, dafür weniger Regenerationszeit und demzufolge mehr Verletzungen. Allein schon unter dem gesundheitlichen Aspekt ist es wichtig, dass die Spieler eine stärkere Mitbestimmung über ihre Gewerkschaft bekommen", sagte Baranowsky.

© dpa-infocom, dpa:200629-99-609342/3

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