Skandal-Team Astana lässt Boom starten

Der niederländische Radprofi Lars Boom vom kasachischen Team Astana geht ungeachtet seiner auffälligen Cortisol-Werte an den Start der 102. Tour de France.  
| dpa
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Der niederländische Radprofi Lars Boom vom kasachischen Team Astana geht ungeachtet seiner auffälligen Cortisol-Werte an den Start der 102. Tour de France.

Utrecht  -  Das entschied der höchst umstrittene Rennstall am Samstagmorgen und missachtet damit die selbst auferlegten Regeln der Bewegung für einen glaubwürdigen Radsport (MPCC). Zuvor hatte Astana vergeblich auf eine Nachnominierung des Italieners Alessandro Vanotti gehofft.

"Die Regeln der MPCC haben keinen rechtlichen Wert. Die UCI sagt, dass er starten kann. Wir respektieren die Regeln der UCI. Der Fahrer ist gesund. Wir werden mit neun Fahrern an den Start gehen", sagte Teamchef Alexander Winokurow vor Medienvertretern kurz vor dem Auftakt in Utrecht und verwies auf den Rad-Weltverband UCI.

Am Freitagabend war bekanntgeworden, dass Boom beim offiziellen Gesundheitscheck einen zu niedrigen Cortisol-Spiegel aufgewiesen hatte. Dies ist nicht zwingend ein Indiz für ein Dopingvergehen. Der Wert kann auch durch eine medikamentöse Behandlung entstanden sein, für die womöglich ein ärztliches Attest vorliegt. Astana hat sich aber den strengeren MPCC-Regeln unterworfen. Demnach ist in einem solchen Fall eine vorbeugende Sperre von acht Tagen vorgesehen. Astana muss nun damit rechnen, aus der MPCC ausgeschlossen zu werden.

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