Siegesserie der Kombinierer reißt im elften Rennen

Die deutschen Nordischen Kombinierer haben im elften Weltcup-Wettbewerb der Saison erstmals nicht gewonnen. Warum das "eingeplant" war.
| SID
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Bundestrainer Hermann Weinbuch
dpa Bundestrainer Hermann Weinbuch

Val die Fiemme - Fabian Rießle kämpfte auf den letzten Metern wie ein Löwe, doch am Ende war der Einsatz vergeblich: Die phänomenale Siegesserie der deutschen Kombinierer ist in Abwesenheit ihrer Topstars gerissen. Rießle und Terence Weber belegten in Val di Fiemme im einzigen Teamsprint der Weltcup-Saison den fünften Rang, im elften Wettbewerb des WM-Winters stand erstmals kein Deutscher ganz oben auf dem Podest.

"Das war eingeplant, weil unsere Besten nicht am Start waren. Aber es hätte trotzdem funktionieren können, wir waren nahe dran", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch in der ARD: "Wir haben alles gegeben, aber es war nicht mehr aufzuholen."

Rießle (Breitnau) und Weber (Geyer) gingen nach guten Sprüngen als führendes Team in die Loipe, wo jeder Läufer im Wechsel mit seinem Partner fünf Runden zu absolvieren hatte. Weber verlor jedoch auf seiner letzten Schleife den Anschluss, Schlussläufer Rießle kämpfte vergeblich um das Podest. "Am Ende haben mir die Kräfte gefehlt, ich konnte die Lücke nicht schließen", sagte Rießle, der als einziger Topathlet des DSV am Start war. Der Sieg ging an das norwegische Duo Jörgen Graabak und Espen Andersen. Dahinter schafften Tschechien mit Tomas Portyk und Miroslav Dvorak sowie Italien mit Alessandro Pittin und Samuel Costa den Sprung auf das Podest. Jakob Lange (Kiefersfelden) und Manuel Faißt (Baiersbronn) belegten unter den am Ende nur noch 16 Teams den sechsten Rang.

Olympiasieger Eric Frenzel (Oberwiesenthal), Weltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf) und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) erhielten dagegen eine Pause. "Wir wollen zur WM fit sein und müssen mit unseren Kräften haushalten", sagte Weinbuch. Das Trio wird am Sonntag im Einzel wieder starten, dann geht es anders als am Samstag auch um Punkte für den Gesamtweltcup. Rießle war dagegen am Start, um seine Sprungform zu verbessern. "Die schwankt momentan stark. Mir fehlt etwas die Lockerheit. Daher war es wichtig, dass ich heute noch zwei Sprünge machen konnte", sagte der Dritte des Gesamtweltcups. Rießle hatte am Freitag nach dem Springen nur den 41. Rang belegt und am Ende zumindest Rang 14 gerettet. Kurzfristig passen mussten die stark eingeschätzten Norweger Magnus Moan und Magnus Krog. Moan, der am Freitag als Dritter auf das Podest gelaufen war, verzichtete verletzt auf einen Start. "Ich muss leider heute und Sonntag auslassen. Ich werde aber bald zurück sein", teilte der 33-Jährige mit.

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