Schumi-Drama: Um 11 Uhr sprechen die Ärzte

Hoffen, Bangen und Beten für Michael Schumacher. Die Formel-1-Legende befand sich in der Nacht auf Montag nach seinem Ski-Unfall im kritischen Zustand. Um 11 Uhr geben die Ärzte eine Pressekonferenz.
| dpa / SID / az
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Der Formel-1-Rekordweltmeister liegt nach seinem Skiunfall in der Universitätsklinik von Grenoble.
dpa 2 Der Formel-1-Rekordweltmeister liegt nach seinem Skiunfall in der Universitätsklinik von Grenoble.
Der Formel-1-Rekordweltmeister liegt nach seinem Skiunfall in der Universitätsklinik von Grenoble.
dpa 2 Der Formel-1-Rekordweltmeister liegt nach seinem Skiunfall in der Universitätsklinik von Grenoble.

Hoffen, Bangen und Beten für Michael Schumacher. Die Formel-1-Legende befand sich in der Nacht auf Montag nach seinem Ski-Unfall im kritischen Zustand. Um 11 Uhr geben die Ärzte eine Pressekonferenz.

Grenoble, Berlin - Nach seinem schweren Skiunfall gab es zu Michael Schumachers kritischem Gesundheitszustand bis zum Montagmorgen keine neuen Informationen. Der Rekordweltmeister der Formel 1 befand sich nach Angaben der behandelnden Ärzte vom Sonntagabend in einem kritischen Zustand. Bei seiner Einlieferung in das Krankenhaus von Grenoble war ein Kopftrauma mit Koma festgestellt worden. Gegen 11.00 Uhr am (heutigen) Montag wird eine Pressekonferenz in Grenoble erwartet.

Die Sportwelt bangt um Schumi

"Meine Gedanken sind bei Schumi", twitterte Deutschlands NBA-Basketballstar Dirk Nowitzki, nachdem die Ärzte des Universitätskrankenhauses in Grenoble die Diagnose am späten Sonntagabend veröffentlicht hatten. Schumacher war nach einem Sturz auf einem angeblich nicht markierten Hang in Méribel mit dem Kopf gegen einen Felsen geprallt. Trotz eines Helmes zog er sich dabei schwere Verletzungen zu. Als er in das Krankenhaus in Grenoble eingeliefert wurde, litt er an einem "Kopftrauma mit Koma". Schumacher musste sofort notoperiert werden.

"Komm Michael, gib uns eines deiner Rennen mit purem Quali-Speed, so wie du es immer gemacht hast. Du kannst es schaffen", twitterte der ehemalige Formel-1-Pilot Martin Brundle. "Uhh, habe gerade von dem schrecklichen Unfall von Michael Schumacher gehört", schrieb Top-Tennisspielerin Sabine Lisicki. "Werd bitte schnell wieder gesund", meinte Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski in dem sozialen Netzwerk: "Nur das Beste, mein Freund."

Die Angst um Schumachers Leben ist groß. Durch die Bewusstlosigkeit könnten sich im Gehirn "weitere Funktionstörungen einstellen", sagte Hauptgeschäftsführer Jörg Ansorg (Berlin) vom Berufsverband der Deutschen Chirurgen am Sonntagabend im Interview mit dem Pay-TV-Sender Sky Sportsnews HD: "Das Kopftrauma ist eine Folge von Gewalteinwirkung auf den Schädel und das Koma die Folge einer vermutlich zwischen Schädeldach und Gehirn aufgetretenen Blutung. Aufgrund des dadurch steigenden Drucks stellen Hirnfunktionen ihren Dienst ein und der Patient verliert das Bewusstsein."

Zur bevorstehenden Entwicklung von Schumachers Zustand wollte Ansorge keine Mutmaßungen anstellen.

Medienberichten zufolge trafen auch Schumachers langjährige Wegbegleiter Jean Todt und Ross Brawn dort am späten Sonntagabend ein. Todt (Frankreich) und Brawn (England) trafen tief geschockt am Sonntag kurz vor Mitternacht wie auch wenig später Schumachers Leibarzt Johannes Peil (Bad Nauheim) in Grenoble ein. Alle drei erhielten Zugang in die für die Öffentlichkeit abgeriegelte und von Fans und Medienvertretern belagerte Klinik. Schumachers ehemaliger Fahrerkollege Olivier Panis hingegen wurde abgewiesen.

Lesen Sie hier: Schädelhirntrauma – Ärzte unterscheiden drei Schweregrade

Umso mehr schürte besonders Todts und Brawns Anwesenheit die Sorgen um Schumacher. Todt, mittlerweile Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, gehörte zu Schumachers Ferrari-Zeiten zu den engsten Vertrauten des Kerpeners. Brawn war als Technischer Direktor bei Benetton und später bei Ferrari an Schumachers sämtlichen sieben WM-Triumphen beteiligt und nach Schumachers Comeback bei Mercedes auch Teamchef des Champions. Brawn soll laut eurosport Frankreich auch für Mercedes, wo der Brite offiziell noch bis Jahresende unter Vertrag steht, in die französischen Alpen gereist sein.

Lesen Sie hier: Nach Schumi-Unfall: Skiunfälle von Prominenten

In der Motorsportszene war die Erschütterung groß, als die Nachricht vom Unfall bekannt wurde. "Jeder wünscht Michael Schumacher eine schnelle Genesung, ich bin mir sicher: Die Motorsportwelt wird heute Nacht schlecht schlafen", schrieb Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb. "Meine besten Wünsche an ihn und seine Familie #gutebesserung", twitterte Landsmann Adrian Sutil.

"Schreckliche Nachrichten von MSC", schrieb der Brite Paul di Resta. Das Force-India-Team, für das Sutil und di Resta in der vergangenen Formel-1-Saison zusammen fuhren, twitterte: "Come on Champion!"

 

Besonders geschockt reagierte Schumachers ehemaliger Ferrari-Teamkollege Felipe Massa. "Ich bete für Dich, mein Bruder. Ich hoffe, Du erholst Dich schnell. Gott segne Dich, Michael", schrieb der Brasilianer. Der frühere Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) beschwor ebenfalls höheren Beistand für seinen einstigen Rivalen: "Gott segne Dich. Sei stark, Michael", twitterte der künftige Ferrari-Pilot. Ex-Weltmeister und Schumachers früherer Titelkonkurrent Jenson Button (Großbritannien) vertraute denn auch auf die Kämpferqualitäten seines ehemaligen Rivalen: "Meine Gedanken sind bei Michael Schumacher in diesen harten Zeiten. Er hat mehr als jeder andere die Kraft, da durchzukommen."

Berichten zufolge war Schumachers Familie am Sonntag ebenfalls im Krankenhaus angekommen. Laut französischen Medien war Schumachers Sohn bei dem Unfall dabei. Sabine Kehm, Managerin der Kerpener Formel-1-Legende, bestätigte lediglich, Schumacher sei nicht alleine gewesen.

 

 

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