Regina Halmich: „Ich bin viel mehr Frau als früher“

Regina Halmich ist das neue Titelgirl des Playboy. Im AZ-Interview verrät die Box-Weltmeisterin, wie es zu ihrem Comeback vor der Kamera kam – und wie oft sie schon auf ihrem Busen unterschrieben hat.
| Matthias Kerber
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Regina Halmich
dpa Regina Halmich

München - Die Karlsruherin Regina Halmich war von 1995 bis 2007 Box-Weltmeisterin (WIBF) im Fliegengewicht.  Zum zweiten Mal nach 2003 hat sie sich für den "Playboy" ausgezogen.

AZ: Frau Halmich, Gratulation zu Comeback. Zwar nicht mehr im Box-Ring, aber immerhin im Playboy, für den Sie sich nun – zwölf Jahre nach Ihrem ersten Nackedei-Auftritt – wieder präsentieren. Was waren die Gründe, dass Sie sich wieder im Eva-Kostüm zeigen?

REGINA HALMICH: Ich hatte über die Jahre immer wieder das Angebot, aber irgendwie gab es für mich keinen Anlass, keinen Grund dafür. Als ich jetzt in die Ruhmeshalle des Boxens aufgenommen wurde, meine Karriere damit geehrt wurde, kam erneut das Angebot. Und da fand ich, dass sich damit der Kreis einfach schließt. Unter meine Box-Karriere, und eben den anderen Teil, da darf man sich nichts vormachen, der für meine Karriere auch nicht unwichtig war. Es ist etwa immer noch so, dass ich jede Woche meine Playboy-Bilder zugeschickt kriege, die ich dann signieren soll. Witzigerweise kam dann drei Tage, nachdem ich unterschrieben habe, der Playboy mit meiner guten Freundin Christine Theiss raus.

Haben Sie irgendeine Ahnung, wie oft Sie auf Ihrem eigenen Busen unterschrieben haben?

(lacht) Nein, keine. Aber es ist so, dass ich in meinem Leben mehr Playboy-Fotos als Kampf-Bilder zugeschickt bekommen habe. Und irgendwie war es dann fast peinlich, zwölf Jahre alte Bilder von mir zu sehen.

Also gibt es Nachschub – Regina Halmich reloaded 2015. Sie haben ja sicher die Bilder verglichen. Was hat sich in den zwölf Jahren an Regina Halmich verändert?

Alles (lacht) Aber Spaß beiseite, natürlich hat sich mein Körper, aber auch mein Wesen verändert. Ich bin reifer geworden – und ich denke, das sieht man auch. Ich würde insgesamt sagen, ich bin viel mehr Frau, als ich es damals war. Ich habe mich als Frau gefunden, fühle mich vollkommen wohl in meiner Haut. Früher stand zumindest in der Öffentlichkeit sicher die Sportlerin im Vordergrund, aber dieser Aspekt wird jetzt eben durch andere Facetten meiner Person ausgefüllt. Insgesamt muss ich sagen, dass die Zeit mit mir gnädig umgegangen ist. Wenn ich mir Bilder von früher und so manch Modesünde, etwa die Dauerwelle, ansehe, dann gefalle ich mir heute sicher besser. Aber von jetzt an geht’s natürlich bergab (lacht).

Das heißt, das werden die letzten Nacktbilder von Ihnen sein?

Ich denke schon. In zwölf Jahren will mich sicher niemand mehr im Playboy sehen.

Haben Sie Problemzonen?

So viel Platz haben Sie nicht, dass wir die alle auflisten können! Aber Spaß beiseite, ich finde jeden Tag eine andere. Da bin ich eine ganz normale Frau. Am einen Tag gefällt mir das nicht, am anderen eine andere Stelle. Ich bin auch keine Naturschönheit, ich würde mich auch nicht als hübsch bezeichnen, aber ich bin mit mir nicht vollkommen unzufrieden. Aber ich tue ja auch was dafür. Ich trainiere weiter viel. Denn ich müsste einen Kuchen nur anschauen, dann hätte ich ein Kilo mehr auf den Rippen. Die Eitelkeit, auf mich und meine Figur zu achten, habe ich aus dem Sport mitgenommen. Und die Disziplin, es auch durchzuziehen mit dem Training.

Ihr Lieblingskörperteil?

Ich denke, meine Beine. Ich bin zwar insgesamt fünf bis zehn Zentimeter zu kurz geraten, aber meine Beine sind nicht ganz schlecht.

Was ist für Sie Erotik?

Für mich muss Erotik immer ein Element des Geheimnisvollen beinhalten. Nicht alles zu zeigen, ist für mich immer interessanter und schöner, als einem alles ins Gesicht zu drücken. Das, was eine Micaela Schäfer etwa macht, finde ich überhaupt nicht erotisch.

Das heißt, man sieht Sie nie oben ohne am Strand?

Eigentlich nicht. Ich finde zuviel Nacktheit am Strand nicht schön. Wie gesagt, ein bisschen Geheimnis, ein bisschen Rätsel, das spricht mich viel mehr an als aufdringliche Nacktheit.

Mit Ihrem Rücktritt stürzte das Frauenboxen in der öffentlichen Wahrnehmung vollkommen ab. War das Ganze eher ein Regina-Halmich-Boom als ein Boom des Frauenboxens?

Das müssen andere beurteilen, aber vielleicht. Ich hoffe sehr, dass jetzt, da der Fernsehsender Sat.1 wieder eingestiegen ist, sich das vielleicht ändert, denn die stehen dem Frauenboxen durchaus positiv gegenüber. Ich hoffe, dass es dann zumindest wieder normal wird, Frauenboxen zu zeigen.

Christina Hammer traut man zu, in Ihre Fußstapfen zu treten.

Sie ist eine gute Boxerin, die auch gut aussieht. Mit Charisma und Ausstrahlung kann man viel bewegen. Und mit Playboy-Bildern. Das muss sie selber wissen, ich denke nicht, dass es verpflichtend ist. Aber schaden tut es auch nicht.

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