Petkovic: Keine Gleichberechtigung im Profitennis

Tennisspielerin Andrea Petkovic beklagt aus ihrer Sicht eine Ungleichbehandlung von Frauen und Männern in ihrem Sport.
| AZ/dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Tennisspielerin Andrea Petkovic steht auf einer Tennisanlage.
Tennisspielerin Andrea Petkovic steht auf einer Tennisanlage. © Robert Michael/zb/dpa/Archivbild

Augsburg - "Symbolisch haben wir Gleichberechtigung, faktisch noch nicht", sagte die 33-Jährige im Interview der "Augsburger Allgemeinen" (Montag-Ausgabe). Abseits der vier Grand-Slam-Events hätten Frauen deutlich weniger Turniere und würden auch deutlich weniger verdienen als die Männer. "Das heißt, die Frauentour WTA ist gegenüber der Männertour ATP nicht gleichberechtigt", meinte die 33-Jährige.

"Wir kriegen bei den vier größten Turnieren des Jahres, den Grand Slams, das gleiche Preisgeld - und das wird uns immer als Makel angehängt", sagte Petkovic. "Denn 90 Prozent der Menschen sehen Tennis nur im Zusammenhang mit den Grand Slams und denken dann: Die Männer spielen maximal fünf Sätze, also bis zu fünf Stunden, die Frauen höchstens drei - das ist ja unfair", fügte sie hinzu.

Frauen haben weniger Turniere

Die Krux an der Sache sei, dass die Tennistour abseits der Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open "90 Prozent des Jahres" ausmache.

Lesen Sie auch

Ihre Karriere will sie auch mit 33 Jahren fortsetzen. "Dieses Jahr habe ich nur ein einziges offizielles Match gespielt, 3:6, 3:6, erste Runde der French Open", sagte sie. "Für mich war das okay, weil ich einen Fuß in das Leben danach halten konnte. Aber jetzt habe ich schon sehr viel Motivation, im November wieder mit richtigem Training anzufangen und ein paar Turniere zu spielen. Ich will angreifen."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren