Nur ein Niederbayer sorgt für Furore!

Mit einem hart erkämpften Drei-Satz-Sieg zog Daniel Brands ins Viertelfinale der BMW Open ein. Der 21-jährige Deggendorfer sprach vom "größten Sieg seiner Karriere" und ließ sich von den Zuschauern feiern. Er ist nun der letzte Deutsche im Turnier.
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Feierte den Viertelfinal-Einzug: Daniel Brands.
Bongarts/Getty Images Feierte den Viertelfinal-Einzug: Daniel Brands.

MÜNCHEN - Mit einem hart erkämpften Drei-Satz-Sieg zog Daniel Brands ins Viertelfinale der BMW Open ein. Der 21-jährige Deggendorfer sprach vom "größten Sieg seiner Karriere" und ließ sich von den Zuschauern feiern. Er ist nun der letzte Deutsche im Turnier.

Ausgerechnet ein Außenseiter kam durch: Bei strahlendem Sonnenschein hat sich Daniel Brands in die Herzen der Zuschauer gespielt und den kollektiven K.o. der deutschen Tennis- Profis beim Heimspiel in München verhindert. Einen Tag nach den bitteren Niederlagen der Davis-Cup-Spieler Nicolas Kiefer und Philipp Kohlschreiber begeisterte der Weltranglisten-141. die Fans bei seinem überraschenden Einzug ins Viertelfinale der mit 450 000 Euro dotierten BMW Open. Der 21 Jahre alte Niederbayer, der nur dank einer Wildcard in das Hauptfeld gekommen war, besiegte am Donnerstag den Franzosen Julien Benneteau nach einem großen Kampf in zwei Stunden und 15 Minuten mit 6:4, 3:6 und 7:6 (8:6). „Das war mein größter Sieg auf der Profi-Tour“, kommentierte Brands stolz.

Linkshänder Andreas Beck verpasste anschließend gegen den an Nummer vier gesetzten Tschechen Tomas Berdych auf dem Center Court ein weiteres deutsches Erfolgserlebnis und war stinksauer. „Das Aus ist sehr bitter. Mir fehlen die Worte“, sagte der 23-Jährige aus Stuttgart nach dem 6:1, 4:6, 6:7 (4:7). Zweieinhalb Stunden hatte er gekämpft, sich im dritten Satz beim Stand von 4:5 mit einem Rebreak nach zwei abgewehrten Matchbällen noch einmal zurückgemeldet. „Ich reiße mir den A*** auf, um wieder ranzukommen und verliere. Das muss ich erst einmal ein, zwei Tage sacken lassen“, stöhnte Beck. Erst vor drei Wochen hatte der Schwabe mit dem Einzug ins Viertelfinale beim Masters-Turnier in Monte Carlo für Furore gesorgt. München war für ihn kein Fortschritt, der Frust saß tief: „Ich spiele ja, um auch mal so ein Turnier zu gewinnen. Ich bin sehr enttäuscht.“

Der umjubelte Brands misst sich am Freitag mit dem Italiener Potito Starace, der seinen Landsmann Simone Bolelli mit 6:4, 7:6 (7:5) bezwingen konnte. „Ich erwarte jetzt nicht zu viel von mir“, sagte Brands. „Ich bin nicht der Favorit, der gewinnen muss. Aber eine kleine Chance habe ich schon. Ich weiß, was ich kann.“ Seine Stärken benannte er kurz und deutlich: „Aufschlag und Vorhand.“

Der 1,96 Meter große Brands hatte sich den Beifall der Zuschauer redlich verdient, als er nach seinem dritten Matchball jubeln durfte. Im dritten Satz schaffte der Deggendorfer gleich drei Rebreaks. „Ich habe immer an mich geglaubt, sonst hätte ich es nicht umgebogen“, sagte er stolz. Beim dritten Matchball landete eine Rückhand des 27- jährigen Benneteau im Netz. Ein Preisgeld von 10 850 Euro ist Brands bereits sicher – beim Einzug ins Halbfinale wären es schon 20 000.

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