Neureuther "glücklich" mit Rang acht auf WM-Strecke

Bis zur WM in Beaver Creek sind noch knapp zwei Monate Zeit. Die Techniker um Felix Neureuther und Fritz Dopfer werden bis dahin wohl in Medaillenform sein können - ihre Speedkollegen lass mehr Fragen offen.
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Felix Neureuther klagte zuletzt über Rückenprobleme
dpa Felix Neureuther klagte zuletzt über Rückenprobleme

Bis zur WM in Beaver Creek sind noch knapp zwei Monate Zeit. Die Techniker um Felix Neureuther und Fritz Dopfer werden bis dahin wohl in Medaillenform sein können - ihre Speedkollegen haben bei den Rennen auf der WM-Strecke dagegen mehr Fragen offen gelassen.

Beaver Creek – Nach dem Ritt über die WM-Strecke "Birds of Prey" in Beaver Creek hob Felix Neureuther fragend die Arme und blickte den Hang hinauf. Dabei war der 30 Jahre alte Skirennfahrer im Nachhinein gar nicht so unzufrieden mit Rang acht beim Heimsieg seines amerikanischen Kumpels Ted Ligety. "Das ist in Ordnung", sagte Neureuther am Sonntag. "Ich bin total glücklich. Der Weg hierher war schwierig." Lange war nicht sicher, ob er wegen der andauernden Rückenbeschwerden würde starten können beim Test zwei Monate vor den Titelkämpfen an selber Stelle. "Für den ersten Riesenslalom und mit der Vorgeschichte war es super", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier.

Fritz Dopfer dagegen war gar nicht einverstanden mit seiner Fahrt auf Rang zehn und den fast acht Zehntelsekunden Rückstand auf das Podest. "Ich verstehe überhaupt nicht, warum. Ich habe ein gutes Gefühl gehabt und dachte, es geht vorwärts", haderte Dopfer. Beim Aufakt in Sölden Zweiter, waren Ligety, Alexis Pinturault (Zweiter/Frankreich) und Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher (Dritter/Österreich) dieses Mal weit weg. "Ich kann mir den Rückstand nicht erklären", sagte Dopfer.

Vor den nach Are in Schweden verlegten Technik-Rennen am Freitag und Sonntag sieht Dopfer daher Analysebedarf - seine Teamkollegen aus dem Speedbereich haben dazu noch eine Woche länger Zeit. "Wir haben noch deutlich Aufholbedarf", gestand Maier nach den ersten vier Speed-Rennen des WM-Winters.

Von einem Neuanfang ist trotz großer Investitionen und personeller Umwälzungen im Sommer momentan nur punktuell etwas zu erkennen. Guten Resultaten durch Josef Ferstl (Abfahrts-14. in Lake Louise) und Tobias Stechert (Abfahrts-16. in Beaver Creek) stehen eine Reihe von Misserfolgen gegenüber; noch immer fehlt es den Speed-Herren des Deutschen Skiverbandes (DSV) an der Konstanz, es zumindest mal regelmäßig in die Top 25 zu schaffen.

Als "schlecht und enttäuschend" bewertete Maier auch das Abschneiden im Super-G am Samstag, als Ferstls 40. Rang beim Sieg des Österreichers Hannes Reichelt noch der beste aus DSV-Sicht war. "Das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass so etwas passiert. Ich mache das nicht an den Zahlen fest, sondern an der Art und Weise, wie Ski gefahren wird. Da hatte man am Samstag den Eindruck, als hätte sich nichts verändert", kritisierte er.

Stechert, der Abfahrts-Beste des DSV vom Freitag, musste tags drauf wegen einer Knieblessur auf einen Start verzichten. Ferstl leistete sich im oberen Teil Fahrfehler und verlor schon dadurch unnötig viel Zeit. "Am Freitag war ich schon zufrieden mit dem Auftreten der Jungs, aber am Samstag war wesentlich mehr drin. Das war einfach schlecht diesmal", befand auch der neue Herren-Bundestrainer Mathias Berthold, der in den vergangenen vier Jahren noch die österreichischen Männer von einem Erfolg zum nächsten geführt hatte.

Am Samstag konnte Berthold wieder einen Erfolg von einem seiner ehemaligen Schützlinge begutachten - allerdings in einer jahrelangen Problemdisziplin: Hannes Reichelt beendete die 1009 Tage andauernde Weltcup-Sieglosserie der österreichischen Herren im Super-G.

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