„Neben das Fähnchen"

Golfen vor der BMW Welt: Gut eine Woche vor dem Profi-Turnier in Eichenried kann sich noch bis Sonntag jeder Hobbyspieler unter Anleitung versuchen. Ein AZ-Reporter hat’s ausprobiert
| Gregor Röslmaier
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München - Mit voller Konzentration richte ich den Blick auf den kleinen Golfball, der nur vier Meter weit ins Loch gespielt werden muss. Zweimal den Schlag ansetzen, den Schläger dabei schwingen lassen und dann den Ball mit der Mitte des Putters treffen. Klingt nicht kompliziert, nur: Das letzte Minigolf-Spiel ist dann doch schon wieder ein paar Jahre her. Also rollt der Ball daneben, klar. „Nicht so sehr aus dem Handgelenk spielen. Versuch den Schläger als Verlängerung der Arme zu sehen, dann klappt's", sagt Markus Richinger, mein Coach.


Bis Sonntag läuft in der BMW Welt vor dem Nord-Eingang (direkt vor der U-Bahn) eine Golf-Promotion für die BMW International Open in Eichenried. Vom 23. bis 26. Juni werden dort die Top-Stars der Golfszene abschlagen: Martin Kaymer, Paul Casey, Dustin Johnson – die Stars der Szene.


Auf dem kleinen Übungsrasen im Olympiapark steht eine Schlange von Besuchern, alle wollen sie das Fähnchen am Ende der fünf Meter langen Kunstrasenbahn treffen. Ich bin auf den Ball fokussiert. Nicht so sehr aus dem Handgelenk, also steif machen, hat Richinger gesagt. Wieder setze ich zum Schlag an, der Ball rollt zielstrebig aufs Fähnchen zu, da biegt er einfach nach links ab. „Die Bahn ist ein bisschen schief zum Ende hin, da muss man rechts neben das Fähnchen zielen", sagt Richinger schmunzelnd.


Dreimal darf jeder Teilnehmer ran, dann muss man das Fähnchen getroffen haben. Hinter mir warten ungeduldig mehrere Golf-Amateure, der Druck steigt, mein letzter Versuch. Also wieder genau zielen, natürlich etwas rechts neben das Ziel, steifes Handgelenk und ab mit dem Ball ins Ziel. Wieder treffe ich gut, der Ball saust los, dreht sich nach links und trifft. Na also, geht doch, wenigstens habe ich mich nicht blamiert.


„In den ersten Tagen ist unsere Aktion hier gut angenommen worden. Wir wollen den Golfsport nach draußen tragen und zeigen, dass das etwas ist, das jeder machen kann", erzählt Julien Aout, BMW-Marketing-Manager.


Neben der länglichen Bahn ist noch ein Quadrat aufgebaut, auch mit Kunstrasen. Hier kann man sich an einem Neun-Loch-Spiel versuchen, auch nur beim Putten. Das Neuner Eisen ruht daneben in einer Tasche, die kann man gewinnen, auch wenn man kein Fähnchen trifft.


Das Neun-Loch-Spiel ist kein Problem mehr für mich, jeder zweite Versuch sitzt. Das Spielfeld hat eben doch noch viel vom Minigolf. Und der Lerneffekt ist wohl auch zu gut, als dass man auf dem wirklichen Grün schon bestehen könnte.

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