MotoGP-Pilot Bradl kündigt bei Forward Racing

Die Festnahme von Teambesitzer Giovanni Cuzari brachte das Fass endgültig zum Überlaufen. Stefan Bradl hat sich von Forward Racing getrennt. Jetzt sucht der MotoGP-Fahrer einen neuen Rennstall.
| SID
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Stefan Bradl hat die Reißleine gezogen und seinen Vertrag bei Forward Racing gekündigt.
dpa Stefan Bradl hat die Reißleine gezogen und seinen Vertrag bei Forward Racing gekündigt.

Die Festnahme von Teambesitzer Giovanni Cuzari brachte das Fass endgültig zum Überlaufen. Stefan Bradl hat sich von Forward Racing getrennt. Jetzt sucht der MotoGP-Fahrer einen neuen Rennstall.

Zahling - Motorrad-Pilot Stefan Bradl hat seinen Vertrag beim krisengeschüttelten MotoGP-Team Forward Racing gekündigt. Die jüngsten Vorfälle mit der Verhaftung von Forward-Boss Giovanni Cuzari als Tiefpunkt hätten berechtigten Anlass zu einer sofortigen Vertragsauflösung gegeben, hieß es am Dienstagabend bei Speedweek.com. Zuvor habe sich der 25-Jährige ausgiebig mit seinen Rechtsanwälten beraten.

Bradl hofft nun, möglichst schnell ein neues Team zu finden. Denkbar wäre eine Wechsel zu Gresini Aprilia Racing, wo der Platz des entlassenen Marco Melandri frei ist. "Ich will so bald wie möglich wieder auf einem MotoGP-Bike sitzen", sagte Bradl bei Speedweek. Sogar ein Start beim Großen Preis von Indianapolis/USA am 9. August ist nicht ausgeschlossen.

Forward hatte am Montag wegen weitreichender Probleme den Verzicht auf Indy erklärt, auch das Rennen am 16. August in Brünn/Tschechien ist für das Team fraglich. Forward-Boss Cuzari sitzt seit dem 13. Juli wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Geldwäsche in Untersuchungshaft, der Hauptsponsor ist abgesprungen: "Das Überleben des Teams ist gefährdet", hatte Forward mitgeteilt.

"Natürlich würde ich die restlichen Rennen gerne fahren. Für Indy drängt die Zeit, das ist klar", sagte Bradl: "Ein paar anständige Rennen würden mir auch bei den Verhandlungen für 2016 helfen." Bradl hatte vor knapp vier Wochen bei einem Sturz einen Kahnbeinbruch erlitten, nach eigenen Angaben verläuft die Heilung der Fraktur nach Plan. "Der Arzt hat aber auch festgestellt, dass die zehn oder elf Tage bis zum Indy-GP noch gut tun würden, weil es normalerweise sechs Wochen dauert, bis man das Handgelenk wieder voll belasten darf", sagte Bradl.

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