Kickbox-Thronsturz: Marie Lang kassiert erste Niederlage überhaupt

Münchens Kickbox-Ass Marie Lang kassiert gegen Michaela Michl die erste Niederlage ihrer Karriere. "Es ist kein Weltuntergang".
| Matthias Kerber
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Marie Lang unterliegt Michaela Michl nach Punkten und verliert damit einen ihrer sechs WM-Titel (in unterschiedlichen Kategorien und Gewichtsklassen)
Marie Lang unterliegt Michaela Michl nach Punkten und verliert damit einen ihrer sechs WM-Titel (in unterschiedlichen Kategorien und Gewichtsklassen) © Alexandre Gorodnyi/ho

Ein bisschen ein komisches Gefühl hatte Marie Lang schon vor dem Fight. "Ich hatte fast noch nie so eine gute Vorbereitung. Ich war nicht erkältet, nicht verletzt, hatte Super-Sparrings. Hoffentlich ist das jetzt kein schlechtes Omen", hatte Münchens Kickbox-Queen der AZ am Freitag gesagt.

Einen ihrer sechs WM-Titel los: Kickbox-Queen Marie Lang

Es war ein schlechtes Omen. Am 13. März 2021 kassierte die 34-Jährige im Deutschen Theater in ihrem 38. Kampf die allererste Niederlage ihrer Profikarriere, den WM-Kampf in der Klasse bis 65 Kilo verlor Lang gegen die Erfurterin Michaela Michl durch eine 1:2-Punktrichterentscheidung. "Es war sehr, sehr knapp. Ich weiß nicht, ob ich wirklich verloren habe, da muss ich den Kampf erst in aller Ruhe analysieren, aber ich akzeptiere das Urteil und gratuliere Michaela", sagte Lang, die damit einen ihrer sechs WM-Titel los ist. "Es ist eine Niederlage, kein Weltuntergang."

Glückliche Siegerin: Michaela Michl
Glückliche Siegerin: Michaela Michl © Alexandre Gorodnyi/ho

Kein Weltuntergang, aber ein Thronsturz. Nach dem Fight wurde Lang noch in der Kabine verarztet. Bereits in der ersten Runde hatte sie sich einen Zeh gebrochen. "Ich habe im Kampf immer mal wieder nach unten geschaut und mir gedacht, dass der Zeh irgendwie in einem Winkel absteht, in dem er nicht sein sollte. Aber das war nicht der Grund für meine Niederlage", sagte Lang.

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Viel eher dürften die beiden Corona-Infektionen, die Lang im Jahr 2020 (Im Februar und im November) durchmachen mussten, doch ihren Tribut gefordert haben. Im Kampf bekam Lang, deren Lungenvolumen nach der zweiten Infektion zwischenzeitlich nur noch 80 Prozent betragen hatte, wieder Lungenschmerzen. "Ich war total überrascht, denn in der Vorbereitung war alles perfekt. Ich werde in dieser Woche die Lunge komplett durchchecken lassen. Mal sehen, was dabei rauskommt", sagte Lang, "aber ich war ja unter ständiger Aufsicht eines Lungenspezialisten."

Doch wie geht es jetzt weiter für Lang? Der Kampfvertrag enthielt eine Rückkampfklausel, wird es also ein Rematch geben? "Natürlich reizt mich das, aber im Moment will ich erstmal den Kopf frei kriegen. Und damit klar kommen", sagte Lang, "natürlich habe ich die eine oder andere Träne vergossen. Aber eines ist klar: Ich werde wegen dieser Niederlage nicht die Karriere beenden. Alle großen Kämpfer haben auch verloren, das ist menschlich. Man muss nur immer einmal öfter aufstehen, als man hinfällt."

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