Karten und Sperren für Trainer - das sagt Urs Meier

Trainer werden in der Bundesliga künftig nach einer roten Karte gesperrt. Ex-Referee Urs Meier fordert in der AZ mehr Härte.
| M. Koch
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Ex-Referee Urs Meier fordert mehr Härte im Umgang mit den Trainern.
Karlheinz Schindler/dpa, firo/Augenklick Ex-Referee Urs Meier fordert mehr Härte im Umgang mit den Trainern.

Trainer werden in der Bundesliga künftig nach einer roten Karte gesperrt. Ex-Referee Urs Meier fordert in der AZ mehr Härte.

München - Die emotionalsten Vertreter ihrer Zunft müssen sich ab sofort mit Beschwerden und sonstigen Ausrastern zurückhalten – denn auch Trainer werden ab der neuen Bundesliga-Saison bei Verfehlungen am Spielfeldrand mit Sperren bestraft. Das gab der Deutsche Fußball-Bund am Freitag bekannt.

Nach einer möglichen roten Karte müssen sich Trainer auf mindestens ein Spiel Sperre einstellen. Zwangspausen bei drei gelben Karten, wie sie gerade diskutiert werden, sind allerdings noch nicht zum Saisonstart wirksam.

Gelbe und rote Karten für Trainer sind nun möglich

Wie DFB-Interimschef Rainer Koch nach der Präsidiumssitzung des Deutschen Fußball-Bundes mitteilte, werde die neue Regelung bei Verwarnungen erst von der Generalversammlung der Deutschen Fußball-Liga am 21. August in Berlin diskutiert.

Gelbe und rote Karten für Trainer sind mit Saisonbeginn möglich. Dies beschloss das für Fußball-Regeln zuständige International Football Association Board (IFAB) bei seiner Sitzung im März. Der Weltverband Fifa machte daraufhin eine Mindestsperre von einem Spiel wie auch für Spieler bei einer roten Karte verpflichtend. "Die Fifa macht keine zwingenden Vorgaben auf Sperren bei gelben Karten. Ich halte sie auch für sachgerecht und sinnvoll, es hat einen gewissen disziplinierenden Charakter", sagte Koch.

Ähnlich sieht es Urs Meier. Der frühere Weltklasse-Schiedsrichter aus der Schweiz spricht sich in der AZ für die Einführung dieser Regel aus. "Sie ist absolut sinnvoll und gerechtfertigt. Trainer sind Teil des Spiels mit ihrer Art, wie sie mit Schiedsrichtern umgehen. Es gehört bei manchen Trainern zur Spieltaktik, den Schiedsrichter zu beeinflussen. Das machen diese Trainer ganz bewusst. Und eine gelbe Karte bringt ja nichts, wenn sie keine Konsequenzen nach sich zieht."

Urs Meier: "Der Druck von außen ist größer geworden"

Meier fordert insgesamt mehr Härte im Umgang mit den Trainern. "Die Entwicklung geht dahin, dass Trainer immer mehr Einfluss auf die Spielleitung nehmen. Ich denke, dass die Schiedsrichter in der Vergangenheit zu lieb zu den Trainern waren", sagt der Ex-Referee: "Man darf ja nicht vergessen: Trainer haben genauso wie Spieler eine Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche."

Doch dieser wird so mancher Trainer nicht gerecht, sagt Meier weiter: "Der Druck, der von außen kommt, ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Das tut dem Spiel nicht gut. Manche Trainer spielen mit dem Publikum, heizen es gegen den Schiedsrichter auf. Dieser Entwicklung muss man entgegenwirken."

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