IOC ändert Auswahlverfahren für Olympia-Gastgeber
Drei Monate vor der Wahl des deutschen Olympia-Bewerbers hat das IOC den Modus der Vergabe künftiger Spiele verändert. So soll es in Zukunft im Auswahlverfahren eine zusätzliche Prüfphase geben, zudem bekommen die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees bei der finalen Entscheidung über die Gastgeber wieder mehr Mitsprache. Unter dem neuen Regelwerk sollen die Sommerspiele 2036, für die sich auch Deutschland bewirbt, erst Mitte 2029 vergeben werden.
Der einstimmige Beschluss bei der außerordentlichen Generalversammlung in Lausanne könnte zusätzliche Dynamik in die Kür des deutschen Kandidaten bringen. Möglich ist, dass der kürzere Zeitraum zwischen Vergabe und Olympia-Eröffnung Bewerber bevorteilt, die wie Deutschland auf viele bereits bestehende Wettkampfstätten setzen und Erfahrungen mit Großveranstaltungen haben.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September auf seiner Sonder-Mitgliederversammlung in Baden-Baden, ob Berlin, München oder die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Zentrum nominiert wird. Der DOSB hat beim IOC offiziell schon sein Interesse an den Sommerspielen 2036, 2040 oder 2044 hinterlegt.
