Indira: "Die Mädels zicken nicht so rum wie die Männer"

Sängerin Indira Weis, die selbst gekickt hat, ist WM-Botschafterin – und begründet hier, wieso Frauenfußball so viel Spaß macht
| Interview: Kimberly Hoppe
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München - Dschungelcamp, Playboy, Jay – mit Sängerin Indira Weis (31) verbindet man viel, nur das nicht: Fußball. Doch genau um diesen einen Ball dreht sich bei der Wahl-Münchnerin gerade alles. Für RTL ist sie als Botschafterin der Frauen-Fußball-WM im Einsatz, interviewt die Spielerinnen und trommelt in allen deutschen Städten für mehr Public Viewing. Obendrein gibt es ab 1. Juli ihre WM-Hymne „Frauenpower vor” zum Downloaden.

Mit der AZ sprach Indira über weibliche Schweinis und männliche Kicker-Zicken.

AZ: Hallo Indira, Sie können tatsächlich Abseits erklären?

INDIRA WEIS: Aber hallo! Zum Thema Fußball wurde ich in der Vergangenheit selten befragt, deshalb weiß das niemand, aber ich habe als Schülerin vier Jahre lang im Verein gespielt. Erst Rechtsaußen, dann Mittelfeld, weil ich so schnell war.

Sie wollten doch nicht etwa Fußball-Profi werden?

Ich habe es mit viel Liebe und Leidenschaft betrieben, wollte aber noch lieber singen. Aber ich werde immer ein Fußball-Fan bleiben.

Brauchen die Frauen denn eine Botschafterin?

RTL überträgt keine Spiele, umso toller finde ich es, dass wir das ganze Drumherum unterstützen. Wenn du in eine Metzgerei gehst und fragst, wie unsere Spielerinnen heißen, weiß das niemand: Kahn kennt jeder, Krahn niemand. Das muss anders werden! Unsere Mädels haben zwei Mal die WM gewonnen und schaffen es jetzt hoffentlich nochmal – das dritte Mal in Folge wäre der Hammer. Ich habe 1000 Euro gewettet, dass sie es packen.

Gibt es das nächste Sommermärchen?


Auf jeden Fall! Alle sollen ihre Fahnen rausholen, meinetwegen auch die Vuvuzelas und die Mädels anfeuern. Deutschland muss hinter seinen Frauen stehen. Frauenfußball ist nicht peinlich, sondern klasse! Die Mädels kämpfen auf dem Rasen wenigstens noch richtig.

Anders als die Männer?

Ach, die Männer kriegen ihre Millionen-Gagen und bequemen sich deshalb aus dem Bett auf den Platz. Die Mädels verdienen dagegen so gut wie nichts, müssen parallel noch als Zahnarzthelferin arbeiten oder studieren. Nur so können sie es sich leisten, Fußball zu spielen. Aber das machen sie aus Leidenschaft. Frauenfußball ist echter. Die Mädels zicken auch nicht so rum wie die Männer. So eine peinliche Sache wie mit Michael Ballack würde da nie passieren.

Wie finden Sie denn die deutschen Spielerinnen?

Das sind keine Mannsweiber, wie einige Männer immer noch lästern. Das sind bildhübsche, tolle Frauen, die sich alle schminken und ihre Weiblichkeit trotz des harten Sports auch sonst nicht vergessen. Mein Liebling ist Alexandra Popp, das Küken. Sie ist der weibliche Schweini – und wird sicher zum Star der WM.

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