Halep gewinnt die French Open

Drei Endspiele bei Grand-Slam-Turnieren hatte Simona Halep bisher verloren, nun hat sie es endlich geschafft. Gegen US-Open-Siegerin Sloane Stephens dreht die Rumänin nach verlorenem ersten Satz noch das Finale der French Open.
| dpa
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Simone Halep gewinnt in Paris ihren ersten Grand-Slam-Titel.
Alessandra Tarantino/AP/dpa Simone Halep gewinnt in Paris ihren ersten Grand-Slam-Titel.

Paris - Simona Halep hat es im vierten Anlauf endlich geschafft: Die Tennis-Weltranglisten-Erste hat bei den French Open den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere geholt. Nach zwei Finalniederlagen in Paris und dem verlorenen Australian-Open-Endspiel im Januar gewann die Rumänin am Samstag 3:6, 6:4, 6:1 gegen Sloane Stephens. Die Amerikanerin verpasste ihren zweiten großen Triumph nach dem US-Open-Sieg im vergangenen Jahr. Während Halep für ihren bisher größten Erfolg 2,2 Millionen Euro erhält, bekommt die Weltranglisten-Zehnte Stephens die Hälfte.

"Ich hatte im letzten Spiel das Gefühl, dass ich kaum noch atmen konnte. Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet und bin glücklich, dass es hier in Roland Garros passiert ist", sagte Halep.

40 Jahre, nachdem Virginia Ruzici für den bislang einzigen Grand-Slam-Sieg einer Rumänin sorgen konnte, wollte es Halep besser machen als im vergangenen Jahr. Damals war sie nach einer 6:4, 3:0-Führung überraschend noch der Lettin Jelena Ostapenko unterlegen. Ruzici gehörte zu den Ehrengästen auf dem Court Philippe Chatrier. Angefeuert von vielen rumänischen Fans mit blau-gelb-roten Fahnen fand Halep aber nur schwer ins Match.

Die 26-Jährige machte mehr Fehler und hatte nicht so viel Druck in ihren Schlägen wie Stephens, die im Vorjahr nach einer elfmonatigen Pause wegen einer Fußverletzung unerwartet in New York triumphierte. Die 25-Jährige aus Florida schaffte im ersten Satz das einzige Break zum 3:1 und wehrte selbst einen Breakball ab, ehe sie nach 41 Minuten den ersten Durchgang für sich entschied.

Diese Phase war auch die bis dahin spannendste in der Partie. Beide Finalistinnen versuchten es fast ausschließlich von der Grundlinie. Bei sehr guten äußeren Bedingungen waren Stoppbälle und Netzangriffe die Ausnahme vor den knapp 15 000 Zuschauern.

Auch zu Beginn des zweiten Satzes blieb die locker durchschwingende Stephens gefährlicher. Ein weiterer Fehler von Halep bescherte ihr sofort ein Break, nach dem 2:0 meldeten sich wieder die rumänischen Anhänger mit "Simona, Simona"-Sprechchören. "Als ich das Break zurücklag, dachte ich, ich habe noch Zeit, um mich zu entspannen und das Match zu genießen. Und ich bin zurückgekommen", sagte Halep.

Rückhandfehler der Amerikanerin brachte Halep den Satzausgleich

Urplötzlich drehte sich die Begegnung, Halep wurde etwas aktiver und führte auch dank Fehlern von Stephens 4:2. Genauso schnell vergab sie den Vorsprung zwar wieder, doch Halep riskierte nun mehr. Ein Rückhandfehler der Amerikanerin brachte ihr den Satzausgleich.

Stephens fand auch danach nicht mehr zu ihrem anfänglichen Niveau, änderte jedoch auch nichts an ihrem Spiel. Halep ging nach dem besten Ballwechsel des Matches und sechsten Spielgewinn in Serie 4:0 in Führung. Diesen Vorteil ließ sich die Rumänin, die im Turnierverlauf Andrea Petkovic und Angelique Kerber bezwungen hatte, nicht mehr nehmen. Nach 2:03 Stunden nutzte sie ihren ersten Matchball.

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