Wolfsburg mit Europa-League-Sieg und Vereinsrekord

Der VfL Wolfsburg hat beste Chancen auf den Einzug in die Zwischenrunde der Fußball-Europa League. Der Bundesliga-Zweite schlug am Donnerstag den FK Krasnodar aus Russland mit 5:1 (0:0).
| dpa
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Der VfL Wolfsburg hat beste Chancen auf den Einzug in die Zwischenrunde der Fußball-Europa League. Der Bundesliga-Zweite schlug am Donnerstag den FK Krasnodar aus Russland mit 5:1 (0:0).

Wolfsburg – Der VfL Wolfsburg hat seine Siegesserie auch in der Europa League fortgesetzt und einen Vereinsrekord aufgestellt. Der Bundesligazweite kam am Donnerstagabend auch durch vier Jokertore zu einem 5:1 (0:0) gegen den FK Krasnodar. Die Niedersachsen feierten damit den siebten Pflichtspielsieg am Stück und verbesserten ihre bisherige Bestmarke aus der Meistersaison 2008/09. Vier Europa-League-Tore durch eingewechselte Spieler in einer Halbzeit gab es ebenfalls noch nie.

Vor 16 674 Zuschauern in der Volkswagen-Arena erzielte der aus Bremen gekommene Hunt 98 Sekunden nach seiner Einwechslung zur Pause den Führungstreffer und sorgte in der 57. Minute mit seinem zweiten Treffer für Jubelstürme. Nach dem Anschlusstreffer des Brasilianers Wanderson (72.) gelang Josuha Guilavogui (73.) mit seinem ersten Pflichtspieltor für den VfL die Vorentscheidung. In der 89. Minute verwandelte dann Nicklas Bendtner einen Foulelfmeter und traf auch in der Nachspielzeit noch einmal. "Wenn du endlich triffst für deinen neuen Club, dann ist das wie eine Befreiung", sagte der wie Hunt eingewechselte Bendtner.

Der überragende Torhüter Diego Benaglio kritisierte bei Kabel1 jedoch: "Es darf nicht sein, dass wir 45 Minuten brauchen, um in ein so wichtiges Spiel zu kommen." Auch Trainer Dieter Hecking war nicht zufrieden mit der erste Hälfte: "Die letzte Konzentration war nicht so da wie in den letzten Wochen."

Die Wolfsburger (7 Punkte) haben nun vor den abschließenden Europa-League-Spielen als Tabellenzweiter gegen den Spitzenreiter FC Everton (8) am 27. November und beim OSC Lille am 11. Dezember beste Chancen auf das Erreichen der Zwischenrunde. Vier Punkte Vorsprung vor dem Tabellendritten Lille sollten reichen. Auch der Hamburger SV kann am Sonntag zum Nord-Derby in der Fußball-Bundesliga kommen.

Die Niedersachsen hatten mit den Russen, die sie im Hinspiel mit 4:2 besiegt hatten, in der ersten Halbzeit große Probleme. Torhüter Benaglio verhinderte mit Glanzparaden einen Rückstand. Nach der fußballerischen Magerkost gab es deutliche Worte. "Wir haben zu kompliziert gespielt", sagte Manager Klaus Allofs bei Sky und bemängelte die Einsatzbereitschaft seiner hoch bezahlten Angestellten.

Dass auch die Profis mit ihrer Leistung nicht zufrieden waren, zeigten die VfL-Stars Luiz Gustavo und Kevin de Bruyne, die sich beim Gang in die Kabine ein Wortgefecht lieferten. Es sei ihm "ganz lieb, wenn sie sich verbal in die Haare geraten", sagte Allofs. Dann sei wenigsten Feuer drin.

Die Wolfsburger kamen mit ihrem Sahnegesicht zurück. Vor allem der Wechsel von Hunt für Ivan Perisic zahlte sich aus. Nach einer Flanke von Träsch gelang Hunt per Kopfball die vielumjubelte Führung. Der Stürmer sorgte dann wenig später für die Vorentscheidung, traf zum 2:0. Beim 4:0 in Stuttgart hatte der von Werder Bremen gekommene Hunt gerade einmal fünf Minuten gespielt. Nun gelangen ihm seine Pflichtspieltore zwei und drei für seine neue Mannschaft. Erstmals überhaupt traf der von Atletico Madrid ausgeliehene französische Nationalspieler Guilavogui für die Wolfsburger in einem Pflichtspiel. Der Schreck über den Anschlusstreffer von Wanderson hielt nicht lange. Nach einem Foul an Hunt traf Bendtner zur Entscheidung und legte in der Nachspielzeit noch einmal nach.

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