Wolfsburg: McClaren nach Pokal-Pleite vor dem Aus

Ex-Meister Wolfsburg blamiert sich im Cup-Achtelfinale beim 1:3 gegen Cottbus. Trainer Steve McClaren steht vor dem Rauswurf. Und Manager Dieter Hoeneß verschiebt den Urlaub, sagte: "Ich werde unruhig schlafen."
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Wolfsburgs Trainer Steve McClaren
dpa Wolfsburgs Trainer Steve McClaren

WOLFSBURG - Ex-Meister Wolfsburg blamiert sich im Cup-Achtelfinale beim 1:3 gegen Cottbus. Trainer Steve McClaren steht vor dem Rauswurf. Und Manager Dieter Hoeneß verschiebt den Urlaub, sagte: "Ich werde unruhig schlafen."

War’s das? Wolfsburgs ohnehin schon umstrittener Trainer Steve McClaren steht nach der bösen Pokal-Blamage gegen den Zweitligisten Energie Cottbus vor dem Rauswurf. Beim 1:3 ließ sich die Mannschaft des englischen Coaches von den Lausitzern phasenweise regelrecht vorführen. Und das, obwohl McClaren vor der Partie von einem „big game“ gesprochen hatte. Somit ist auch das vom VfL-Mutterkonzern VW vorgegebene Saisonziel Europapokal so gut wie unerreichbar. Denn in der Liga rangiert der Meister von 2009 nämlich nur auf Rang 13.

Ob der Engländer auch 2011 noch auf der Wolfsburger Bank sitzen wird, ließ Manager Dieter Hoeneß am Mittwochabend offen. Er verschob seinen Urlaub. „Ich muss das erst mal sacken lassen“, sagte er, „man kann nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Ich werde unruhig schlafen. Ich habe für Donnerstag einen Flug gebucht, den ich nicht antreten werde. Das Ergebnis hat unsere Weihnachtstage durcheinander gewirbelt. Ich kann jetzt nichts übers Knie brechen.“

Was McClaren selbst sagte, klang fast so, als würde er seinen Rückzug anbieten. „Es war heute einfach nicht genug, es war in der ganzen Hinrunde einfach nicht genug. Ich bin enttäuscht, frustriert. Wir haben Probleme in der Kabine, auf dem Feld“, sagte der Engländer und bilanzierte: „Wir sind ganz unten angekommen. Der Klub braucht jetzt Veränderungen. Wie die genau aussehen, weiß ich nicht. Das kann ich nicht beurteilen. Keiner weiß, was in den nächsten Tagen passiert. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, vor Januar ein Zeichen zu setzen. Wir müssen jetzt schnell eine Entscheidung treffen. Jetzt ist die Zeit in der Winterpause, um aufzuräumen.“

Ob er damit sich selbst gemeint hat? Bei Gegentreffern von Nils Petersen (2./43.) und Jiayi Shao (40.) gelang gestern jedenfalls lediglich VfL-Topstürmer Edin Dzeko (56.) der Ehrentreffer. Nicht genug.

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