Wie stoppt Fürth Haaland? "Vielleicht schläft er schlecht"

Euphorie? Nein! Eher Erleichterung. Die SpVgg Greuther Fürth will den Mini-Schwung aus dem ersten Saisonsieg mitnehmen. Wohin? Ausgerechnet nach Dortmund. Dort wartet ein Ausnahmeangreifer.
| Martin Moravec, dpa
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Der Fürther Trainer Stefan Leitl (M) gestikuliert am Spielfeldrand.
Der Fürther Trainer Stefan Leitl (M) gestikuliert am Spielfeldrand. © Daniel Karmann/dpa
Fürth

Ein Rezept gegen Dortmunds Superstürmer Erling Haaland hat Stefan Leitl noch nicht gefunden. Der Trainer der SpVgg Greuther Fürth versuchte es vor dem Hammer-Gastspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) bei Borussia Dortmund aber mit einem humorvollen Ansatz. "Vielleicht schläft er mal schlecht oder hat wenig Lust. Das trägt sicher auch dazu bei, dass er nicht an seine Leistungsgrenze kommt", meinte Leitl am Dienstag im Spaß.

 

Borussia Dortmund ist nicht nur Haaland. Aber der norwegische Stürmer ist eben eine unglaubliche Fußball-Waffe mit seinen elf Treffern in nur neun Bundesligapartien in dieser Saison. "Disziplin, Disziplin" sei von der gesamten Defensive nötig, mahnte Leitl. "Ansonsten ist es wirklich schwer, diesen sehr sehr guten Stürmer zu stoppen."

Die Fürther sind ja gerade erst so ein bisschen ins Rollen gekommen. Erst am Sonntag war den Franken beim 1:0 gegen Union Berlin am 15. Spieltag der erste Saisonsieg gelungen. Es war zugleich der erste Bundesliga-Heimsieg in der Vereinsgeschichte im 24. Versuch.

"Wir haben vier Punkte, deswegen ist es auch kein Anlass zu träumen oder überaus euphorisch diesen Sieg zu feiern", sagte Leitl. "Es war wichtig fürs Selbstvertrauen, es war wichtig fürs Umfeld." Gegen Champions-League-Starter Dortmund müsse seine Mannschaft nun wieder weit über sich hinauswachsen. "Dann ist aber nicht garantiert, dass du in Dortmund auch etwas mitnehmen kannst."

Die Fürther werden wieder einen etwas vorsichtigeren Ansatz wählen. Schon der Dreier gegen Berlin war mehr erkämpft als erspielt worden. "Wir wollen dort ein unangenehmer Gegner sein", kündigte Leitl vor dem Gastspiel beim BVB an. "Sie müssen uns spüren."

Leitl beschäftigt die Punktefrage bei seinem Tabellenletzten, der 44-Jährige muss sich aber auch um das künftige Personal kümmern. Die Franken werden mit der Verpflichtung von Torhüter Loris Karius in Verbindung gebracht. "Loris Karius ist zweifelsohne ein sehr sehr guter Torhüter, aber an Namen oder Spekulationen beteilige ich mich nicht", sagte Leitl. "Fakt ist, dass wir uns aufgrund der Verletzung von Marius natürlich austauschen und uns auch umsehen, ob wir eventuell auf der Torhüterposition noch was machen wollen."

Marius Funk (25) fällt nach einer schweren Knieverletzung bis zum Saisonende aus. In Sascha Burchert (32) steht Leitl beim Tabellenletzten nur noch ein erfahrener Profitorwart zur Verfügung. Die Verträge von Funk und Burchert laufen zudem am Saisonende aus. "Wir müssen uns Gedanken machen", sagte Sportdirektor Rachid Azzouzi.

Der "Kicker" brachte Karius ins Spiel. Der frühere Mainzer steht beim FC Liverpool noch bis zum Sommer 2022 unter Vertrag. Der 28-Jährige spielt dort aber keine Rolle. Zuletzt war er an Union Berlin und auch Besiktas Istanbul ausgeliehen gewesen.

 
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