Chelsea-Wechsel naht: Havertz reist aus DFB-Quartier ab

Der Super-Wechsel von Leverkusens Kai Havertz zum FC Chelsea ist auf der Zielgeraden. Joachim Löw gibt Grünes Licht für die Abreise des Nationalspielers Richtung London. In der Schweiz muss der Bundestrainer nun auf das DFB-Juwel verzichten - auch wegen Corona.
| dpa
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Verabschiedet sich aus der Bundesliga und wechselt zum FC Chelsea: Nationalspieler Kai Havertz.
Verabschiedet sich aus der Bundesliga und wechselt zum FC Chelsea: Nationalspieler Kai Havertz. © Martin Meissner/AP-Pool/dpa
Stuttgart

Der Rekord-Transfer steht unmittelbar bevor: Nationalmannschafts-Juwel Kai Havertz ist aus dem Team-Quartier in Stuttgart abgereist und wird beim nächsten Nations League-Spiel in der Schweiz nicht im DFB-Kader stehen. Das bestätigte Joachim Löw.

„Wir wussten, dass heute und morgen noch die letzten Details geklärt werden sollen mit seinem Vertrag mit Chelsea”, sagte der Bundestrainer auf der Homepage des Verbandes.

„Der Spieler war so ein bisschen hin- und hergerissen. Auf der einen Seite wollte er gern zur Nationalmannschaft. Auf der anderen Seite will er auch unbedingt diesen Schritt machen. Wir wissen natürlich auch um die Bedeutung und Größenordnung”, erklärte Löw und gab Havertz die Freigabe für die Reise nach England: Die „Bild”-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet. Ein Wechsel des 21 Jahre alten Mittelfeldspielers zum FC Chelsea kann in den nächsten Stunden perfekt gemacht werden. „Das ist natürlich eine riesen Geschichte”, betonte Löw.

Seit Wochen verhandelt Leverkusen mit dem Premier League-Club über einen Transfer von Havertz. Im Raum steht eine Ablösesumme von 80 Millionen Euro plus zusätzliche Zahlungen von bis zu 20 Millionen Euro. „Wir sind dem Bundestrainer dankbar, dass Kai die Dinge nun mit unserer Unterstützung vor Ort in London klären kann”, sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. Die Sportliche Leitung des Nationalteams hatte in den letzten Tagen mit Ex-DFB-Teamchef Völler ständig im Kontakt gestanden.

Für den deutschen Fußball sei es „auch eine Auszeichnung und Anerkennung, wenn junge deutsche Spieler bei internationalen Top-Vereinen gefragt sind”, sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff: „Von der Erfahrung, die diese Spieler im Ausland sammeln - sowohl sportlich als auch hinsichtlich der Persönlichkeitsentwicklung -, kann auch die Nationalmannschaft profitieren.”

Löw verzichtete im ersten Spiel der neuen Nations League gegen Spanien (1:1) dann auch auf einen Einsatz von Havertz. Löw wollte „nicht noch so ein Risiko eingehen, dass da noch etwas gefährdet werden könnte in diesem Deal”. Havertz wird zum Spiel am Sonntag in Basel gegen die Schweiz nicht mehr zum Kader gehören. „Es gibt die Problematik, wenn er den Vertrag unterschrieben hat und in die Schweiz einreist, muss er dann vielleicht in Quarantäne”, erläuterte Löw die Situation, die sich aus der Corona-Pandemie ergibt.

© dpa-infocom, dpa:200904-99-429423/3

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