Vor Aus bei Borussia Dortmund: Thomas Tuchel dachte an klärendes Gespräch

Vor seinem Aus beim Borussia Dortmund hat Trainer Thomas Tuchel doch noch auf ein klärendes Gespräch mit den BVB-Verantwortlichen gehofft. Was dahinter steckt.  
| dpa/sid
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Thomas Tuchel beim DFB-Pokalfinale, das Borussia Dortmund mit 2:1 gegen Eintracht Frankfurt gewann.
firo/Augenklick Thomas Tuchel beim DFB-Pokalfinale, das Borussia Dortmund mit 2:1 gegen Eintracht Frankfurt gewann.

Vor seinem Aus beim Borussia Dortmund hat Trainer Thomas Tuchel doch noch auf ein klärendes Gespräch mit den BVB-Verantwortlichen gehofft. Was dahinter steckt.

Düsseldorf - Fußball-Lehrer Thomas Tuchel ist vor seinem Aus beim Bundesligisten Borussia Dortmund davon ausgegangen, mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc doch noch eine gemeinsame Basis für eine weitere Zusammenarbeit finden zu können.

"Der Termin war in einem Hotel, nicht auf dem Vereinsgelände, wer weiß, dachte ich, vielleicht gibt's ein gemeinsames Essen und ein klärendes Gespräch", sagte der 44-Jährige dem Zeitmagazin Mann.

Seine Frau sei allerdings schon vor der Unterredung davon ausgegangen, dass Watzke und Zorc Tuchel bei dem Termin die Trennung offenbaren würden. "Das war's, du bist in 20 Minuten wieder da", habe sie zu ihm gesagt.

Er selbst sei sich nicht so sicher gewesen. Doch nach einer guten Viertelstunde sei die vorzeitige Kündigung dann ausgesprochen gewesen. Das war kurz nach dem Dortmunder 2:1-Erfolg am 27. Mai im Berliner DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt. Am 30. Mai hatte der BVB die Trennung von Tuchel bekannt gegeben, ein Jahr vor Vertragsablauf.

Tuchel kein Opfer 

Seine zweijährige Tätigkeit beim BVB bewertet Tuchel im Nachhinein durchaus positiv, auch für seinen Ruf als Coach. "Mir ist schon klar: Wären wir nicht Pokalsieger und nicht Dritter in der Liga, hätte es für mich schlechter ausgesehen", sagte er dem Magazin.

Tuchel begründete seine Entlassung mit zwischenmenschliche Differenzen: "Wenn starke Persönlichkeiten aufeinandertreffen, entsteht Reibung. Da bin ich keineswegs immer das Opfer, um Gottes willen."

Borussia Dortmund hatte sich nach monatelangen Querelen Ende Mai von Tuchel getrennt. Das Verhältnis zwischen Tuchel, der den BVB am 1. Juli 2015 übernommen hatte, und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc galt als zerrüttet. 

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