Überraschungsei HSV

Trotz guter Vorbereitung reist der HSV mit Problemen nach Nürnberg. Einsatz von Rafael van der Vaart ungewiss.
| Christian Lehnhart
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Nürnberg - Endlich geht es wieder los. Morgen um 15.30 Uhr startet der Club in die Rückrunde der Saison 2012/13. Erster Heimspielgegner im Nürnberger Stadion ist der Hamburger SV. Und der Traditionsverein aus dem hohen Norden reist als eine Art Überraschungsei nach Franken.

Die Vorbereitung im fernen Abu Dhabi absolvierte die Truppe um Trainer Thorsten Fink ruhig und konzentriert. Trotz oder auch wegen Supertechniker Rafael van der Vaart. Der Niederländer hatte um den Jahreswechsel für private Schlagzeilen rund um Gattin Sylvie gesorgt. Für den HSV Segen und Fluch zugleich, konzentrierte sich doch die Aufmerksamkeit in der Winterpause vermehrt auf die Rothosen aus Hamburg, im Speziellen aber auf van der Vaart. Jede Bewegung des 29-Jährigen wurde noch mehr analysiert, hinter jedem Lächeln ein Gedanke vermutet. Der Fokus also verstärkt auf dem Mittelfeldspieler. Die restliche Mannschaft konnte sich so relativ unbeachtet auf die Rückrunde vorbereiten.

Und das konzentrierte Arbeiten zeigte Wirkung. In vier Testspielen gingen die Hamburger drei Mal als Sieger vom Platz, gegen Gladbach reichte es zu einem 2:2-Unentschieden. Trotz guter Vorbereitung ist man sich beim HSV der eigenen Leistungsfähigkeit allerdings nicht richtig bewusst. Vieles steht und fällt mit besagtem Niederländer van der Vaart, der die Vorbereitung nur bedingt absolvieren konnte. Immer wieder zwickte der Oberschenkel – eine hartnäckige Zerrung, die van der Vaart auch im letzten Test gegen Hertha (2:1) zur Pause zwang. Ob und wie lange es gegen den Club reicht, ließ Fink offen. „Bis jetzt sieht es gut aus. Ich weiß aber nicht, ob er zu 100 Prozent fit ist oder nur 60 Minuten spielen kann“, so der HSV-Coach.

Michael Wiesinger lässt sich von den Spekulationen nicht beeindrucken, freut sich auf seine erste Partie als Bundesliga-Trainer – ob mit oder ohne Rafael van der Vaart. Über die Qualität der Hamburger Mannschaft ist sich Wiesinger bewusst: „Sie haben speziell in der Offensive eine große Auswahl, versuchen immer wieder spielerische Lösungen zu finden.“ Das Rezept für den FCN liegt daher in der von Wiesinger immer wieder betonten Kompaktheit. „Nur wenn wir davon keinen Milimeter abrücken, haben wir eine Chance.“ Diese Kompaktheit soll der HSV gleich morgen im Stadion zu spüren bekommen – egal ob mit oder ohne Supertechniker Rafael van der Vaart.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Nürnberg: Schäfer - Chandler, Nilsson, Klose, Pinola - Simons, Balitsch - Kiyotake, Feulner, Gebhart - Pekhart

Hamburg: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen - Badelj - Arslan, Aogo - van der Vaart - Son, Rudnevs

Anpfiff: 15.30 Uhr, Stadion Nürnberg

Schiedsrichter: Tobias Welz

Schiedsrichterassistenten: Marcel Unger, Rafael Foltyn

Vierter Offizieller: Dr. Jochen Drees

Erwartete Zuschauer: 44.000

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