Uduokhai zu Zukunft in Augsburg: "Sage nicht, ich muss weg"

Olympia-Teilnehmer Felix Uduokhai fühlt sich beim FC Augsburg weiterhin wohl, will aber über kurz oder lang in seiner Fußball-Karriere unbedingt international spielen.
| dpa
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Felix Uduokhai (r) nach einem Spiel.
Felix Uduokhai (r) nach einem Spiel. © Andre Penner/AP/dpa/Archivbild
Augsburg

Der 23 Jahre alte Abwehrspieler steht bei den Schwaben vor dem Start in seine dritte Saison. In der Sommerpause und auch in der Vorbereitung gab es immer wieder Spekulationen um einen Vereinswechsel beziehungsweise das Interesse anderer Vereine wie Borussia Dortmund oder Atalanta Bergamo.

"Ich sage nicht, ich will weg, ich muss weg. Klar habe ich Ziele - und ich will auch international spielen", sagte Uduokhai am Mittwoch in Augsburg bei einer virtuellen Medienrunde. "Ich bin hier, ich habe Vertrag, ich bin Augsburger", sagte er gleichzeitig. Der Vertrag des ehemaligen Profis des VfL Wolfsburg und des TSV 1860 München läuft noch bis zum Sommer 2024. Er freue sich auf die anstehende Saison mit dem FCA: "Ich habe voll Bock darauf, dieses Jahr mit den Jungs etwas zu reißen."

Bei den Zielen in Augsburg denkt Uduokhai dabei nicht nur an einen erneuten Verbleib in der Bundesliga. "Keiner von uns hat Bock auf Abstiegskampf oder unten rumzugurken", sagte der Innenverteidiger. Intern müsse man eine "positive Zielsetzung" ausgeben: "Wir haben die Qualität." Als großen Pluspunkt sieht Uduokhai, dass der Kern der Mannschaft zusammengeblieben sei: "Das wird ein Vorteil für uns."

Er selbst hat wegen der Teilnahme am olympischen Fußballturnier ebenso wie der ebenfalls nach Japan gereiste Offensivspieler Marco Richter den Großteil der Vorbereitung in Augsburg verpasst. Trotzdem fühlt sich Uduokhai "topfit" für den Saisonstart an diesem Samstag im DFB-Pokal beim Greifswalder FC. Er habe schließlich in Japan drei Spiele über 90 Minuten innerhalb von einer Woche absolviert. Am 14. August startet der FCA dann mit einem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim in die Bundesliga.

Uduokhai rügt Bundesliga: Gute Chance bei Olympia verpasst

Uduokhai kritisiert zudem die Bundesliga für die geringe Unterstützung der in Japan schon in der Vorrunde gescheiterten deutschen Olympiaauswahl.

"Man hatte eine sehr gute Chance, den deutschen Fußball bei Olympia zu repräsentieren", sagte der 23-Jährige nach seiner Rückkehr aus Asien am Mittwoch in Augsburg. Die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz musste wegen der teilweise geringen Bereitschaft von Vereinen zur Abstellung von Spielern mit nur 18 statt der erlaubten 22 Akteure bei den Sommerspielen in Tokio antreten.

Man könne nicht meinen, "du spielst das Turnier mit 15 Mann runter", sagte Uduokhai zur Anzahl der Feldspieler: "Du kannst es nicht auffangen." Im Rumpfaufgebot habe trotzdem eine gute Atmosphäre geherrscht. "In der Truppe haben wir uns gut gefühlt", berichtete Uduokhai. Er möchte das Erlebnis Olympia in seiner Vita nicht missen. "Olympia war Wahnsinn, eine einmalige Erfahrung. Die Möglichkeit wird nicht wiederkommen, auch wenn es sportlich enttäuschend war."

Der Austausch mit anderen Sportlern im olympischen Dorf, die kleinen Begegnungen und Gespräche seien "das Herrlichste und Schönste" für ihn gewesen. Sein Siegtreffer zum 3:2 beim einzigen deutschen Sieg gegen Saudi-Arabien sei für ihn persönlich zudem "mega" gewesen, sagte Uduokhai, der unter Bundestrainer Joachim Löw auch schon zum Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft gehörte.

© dpa-infocom, dpa:210804-99-705836/2

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