Tianjin-Trainer Uli Stielike: Doppelte Quarantäne

Ein Familienmitglied von Tianjin-Trainer Stielike ist mit Corona infiziert. In China muss er erneut in Isolation.
| Julian Buhl
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Gleich doppelt von der Krise betroffen: Uli Stielike.
imago/Imaginechina Gleich doppelt von der Krise betroffen: Uli Stielike.

München - Schon seit Monaten ist Uli Stielike auf der Flucht vor dem Coronavirus. Jetzt spitzt sich die Lage für den 65-Jährigen aber mehr und mehr zu. #

"Bei uns wurde im letzten Moment ein Familienmitglied positiv getestet", erklärt Stielike der AZ: "Daher werde ich die nächsten 14 Tage hier in Deutschland in Quarantäne verbringen müssen." Eigentlich hätte Stielike vergangene Woche nach China aufbrechen sollen, um dort seine Arbeit als Chefcoach von Tianjin Teda wieder aufzunehmen. Es hätte ein kleiner Schritt zurück Richtung Normalität werden sollen.

Im Süden Chinas hat seine Mannschaft am Dienstag den Trainingsbetrieb zwar wieder aufgenommen – allerdings ohne ihren Coach. Sofern die Einreise nach dem erlassenen Verbot für Ausländer überhaupt möglich sein wird, muss sich Stielike auch in China noch einmal für zwei Wochen in häusliche Isolation begeben. Die doppelte Quarantäne also.

Ex-Bayer Sandro Wagner noch krankgeschrieben

Auch Ex-Bayer Sandro Wagner und Felix Bastians, die beiden deutschen Tianjin-Profis, sind noch nicht wieder in China. Beide seien "noch krank geschrieben", teilte Stielike dazu nur mit. Schon die Tage vor seinem geplanten Rückflug nach Asien waren äußerst turbulent. Die hatte er nämlich in Andalusien, wo er seinen Zweitwohnsitz hat, verbracht. Speziell in Spanien verschärfte sich die Bedrohung durch die Pandemie zuletzt massiv.

Stielike erlebte also ein Déja-vu zu dem, was ihm Anfang des Jahres schon in Asien widerfahren war. "Wir werden uns in China sicherer fühlen als in Spanien", sagte sein Trainerkollege José González, der mit dem FC Wuhan Zall kürzlich von dort abgereist war, der "SZ". Nachdem der Ende Februar geplante Saisonstart in China, der nun Anfang Mai erfolgen soll, verschoben worden war, hatte Stielike mit seiner Mannschaft ein Trainingslager in Thailand bestritten.

Fiebermessen und Schutzmasken gehörten für das Team dabei zum Alltag. "Alles war wie leer gefegt. Da hat kein Restaurant offen, nichts", schilderte Felix Bastians vor ein paar Wochen seine Eindrücke aus der 15-Millionen-Metropole Tiajin nach dem Corona-Ausbruch der "Sport Bild": "Solche Szenarien kennt man sonst nur aus Katastrophenfilmen." Mittlerweile leider auch aus Deutschland und dem Rest der Welt.

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