Tapsoba rettet Bayer noch Punkt: 1:1 in Augsburg

Bayer Leverkusen schwächelt in diesem Jahr weiter. In Augsburg rettet sich das Team zu einem Remis. Offensiv enttäuscht das Team von Trainer Peter Bosz, hinten patzt Torhüter Niklas Lomb. Eine Augsburger Serie geht weiter.
| Von Christian Kunz, dpa
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Leverkusens Jeremie Frimpong und Augsburgs Mads Pedersen (l-r.) kämpfen um den Ball.
Leverkusens Jeremie Frimpong und Augsburgs Mads Pedersen (l-r.) kämpfen um den Ball. © Tom Weller/dpa
Augsburg

Nach einem schweren Patzer von Ersatztorhüter Niklas Lomb hat Bayer Leverkusen mit viel Mühe so gerade noch eine weitere Pleite verhindern können. Die Rheinländer retteten sich am Sonntag dank Edmond Tapsoba beim FC Augsburg in der vierten Minute der Nachspielzeit noch zu einem 1:1 (0:1). Ein Dämpfer um Kampf um die Champions League war das Unentschieden aber trotzdem. Der FCA blieb auch im 20. Versuch der Fußball-Bundesliga sieglos gegen die Werkself. Florian Niederlechner war Nutznießer von Lombs Fauxpas, die die frühe Führung reichte nicht (5. Minute).

Augsburg musste sich vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw im Abstiegskampf mit einem Remis begnügen. Leverkusens Rückstand auf einen Königsklassen-Platz beträgt nach nur drei Siegen aus den jüngsten 13 Pflichtspielen bereits fünf Punkte. Der Druck für Bayer-Coach Peter Bosz, der in Leverkusen vor zwei Jahren auf den aktuellen Augsburg Trainer Heiko Herrlich folgte, vergrößert sich trotzdem weiter.

Genau sechs Jahre nach dem großen Auftritt des damaligen FCA-Torhüters und heutigen Dortmunders Marwin Hitz, der damals in der Nachspielzeit das Ausgleichstor gegen Bayer Leverkusen erzielte, stand diesmal sehr früh ein Keeper im Mittelpunkt. Aber ganz anders, als er sich das gewünscht hätte. Nach einem Rückpass von Timothy Fosu-Mensah trat der für den an der Ferse verletzten Lukas Hradecky erneut aufgebotene Lomb am Ball vorbei. Niederlechner hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz zum dritten Saisontor einzuschieben. Nachdem der 27-jährige Lomb keinen der sechs zuvor in nur 135 Minuten kassierten Treffer zu verschulden hatte, ging dieses Tor einzig auf seine Kappe.

Danach gab es lange Zeit kaum Höhepunkte in der WWK Arena zu bestaunen. Leverkusen hatte zwar klar mehr Ballbesitz, schnupperte vor der Pause aber nur einmal etwas am Ausgleich. Patrik Schick traf bedrängt von Raphael Framberger den Ball jedoch nicht (41.). Augsburg hätte durch Niederlechner auf 2:0 erhöhen können, doch bei einem Konter verfehlte dieser das Tor (27.). Sauer waren die lautstark reinrufenden FCA-Verantwortlichen, dass Tapsoba nach einem Foul an Daniel Caligiuri als letzter Mann nur Gelb und nicht Rot sah (32.).

Wie am Donnerstag in der Europa League bei der 3:4-Niederlage in Bern, als Leverkusen nach einem 0:3-Pausenrückstand aufdrehte, kam die Werkself auch in Augsburg druckvoller aus der Kabine. Vor allem angetrieben von Moussa Diaby auf dem linken Flügel schafften die Gäste es wiederholt vors Tor. Doch Augsburg verhinderte mit viel Einsatz den Ausgleich. Bei den eigenen Kontern fehlte die Präzision.

Im Duell zweier in der Rückrunde enttäuschenden Teams hofften die Gastgeber nach einem Pfiff von Schiedsrichter Christian Dingert auf einen Foulelfmeter. Doch Caligiuri musste dem Referee den Ball wieder aushändigen, da der Video-Assistent eine Abseitsstellung von Ruben Vargas im Vorfeld erkannt hatte (55.). Es blieb spannend bis zum Schluss, Tapsoba glückte immerhin noch das Remis.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-532936/2

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