Stimmungsdämpfer für den "Club": Stürmer Schäffler verletzt

Beim 1. FC Nürnberg läuft es in diesem Jahr einfach nicht. Jetzt ist auch noch der beste Stürmer verletzt. Wie lange Manuel Schäffler ausfällt, lässt der "Club" offen. Trainer Klauß fühlt sich gerüstet - und freut sich über einen Mann, der ihm den Rücken freihält.
| Von Christian Kunz, dpa
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Manuel Schäffler geht vor einem Spiel über den Platz.
Manuel Schäffler geht vor einem Spiel über den Platz. © Frank Molter/dpa/Archivbild
Nürnberg

Im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga muss der 1. FC Nürnberg einen weiteren Stimmungsdämpfer wegstecken. Manuel Schäffler, mit bislang acht Saisontoren der klar beste Angreifer seiner Mannschaft, muss wegen eines Daumenbruchs operiert werden. "Eine mögliche Ausfallzeit ist erst nach der OP zu prognostizieren", teilte der Verein am Montag mit. Erstmal muss der 31-Jährige eine Trainingspause einlegen. Im Jahr 2021 holte der "Club" von 18 möglichen Punkten nur einen. Bei einem Torverhältnis von 4:14 Treffern war Schäffler zweimal erfolgreich.

Ein Ausfall von Schäffler könnte die sportliche Krise weiter verschärfen. Bei allen Schwierigkeiten fühlt sich Trainer Robert Klauß aber "gut gerüstet" für die kommenden Aufgaben. "Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zur Mannschaft, ich arbeite jeden Tag mit viel Enthusiasmus mit der Mannschaft", sagte der Coach der Franken in der Sendung "Blickpunkt Sport" im BR Fernsehen. "Ich tue jeden Tag mein Bestes, um alles rauszuholen aus dieser Mannschaft. Aktuell gelingt es uns nicht. Daran arbeiten wir, dass wir das besser machen."

Für den 36-jährigen Klauß ist es das erste Jahr in der 2. Liga. Sportvorstand Dieter Hecking (56) hatte vor dem 0:2 gegen den SV Sandhausen den Coach demonstrativ geschützt. Klauß berichtete von guten Gesprächen mit dem erfahrenen Vorgesetzten. "Dieter Hecking ist ein guter Ratgeber, egal wie die Situation ist", sagte Klauß am Sonntag. "Er gibt uns Ruhe, hält uns den Rücken frei."

Schleunigst müssen aber Erfolge her. Der Vorsprung des FCN auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt nur noch drei Punkte. "Wir intern wissen, dass wir eine schlechte Phase haben, wir wollen diese unbedingt durchbrechen", sagte Klauß. "Nächste Woche gegen Darmstadt gibt es wieder einen neuen Anlauf, das zu versuchen." Im Vorjahr hatte sich Nürnberg erst in der Relegation gerettet.

"Wir haben aktuell 19 Spieltage weg, es ist noch sehr viel Zeit. Aber wir wissen auch, dass es ernst ist, dass der Abstand nach unten hin sehr gering ist", sagte der frühere Leipziger Jugendtrainer. Bei der Frage nach Neuzugängen für die wacklige Defensive wies er auch auf "finanzielle Zwänge" des Vereins hin. Man habe keine Alternative gefunden, die in der Defensive sofort geholfen hätte, sagte Klauß. Die neu verpflichten Offensivspieler Mats Möller Daehli und Dennis Borkowski könnten angesichts der Schäffler-Verletzung schnell besonders gefordert sein.

© dpa-infocom, dpa:210201-99-254260/3

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