SpVgg Unterhaching und Co.: Die 3. Liga vor dem Saisonstart

Am Freitag startet die neue Drittliga-Saison - es ist die zehnte Spielzeit. Mit dabei: Aufsteiger SpVgg Unterhaching. Alle Partien der Jubiläumssaison überträgt die Telekom.
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Freude über die Drittklassigkeit Die SpVgg Unterhaching um Dominik Stahl (links).
Rauchensteiner/Augenklick Freude über die Drittklassigkeit Die SpVgg Unterhaching um Dominik Stahl (links).

München - Es wird eine Jubiläumssaison. Zum zehnten Mal ermittelt die 3. Liga ihre Auf- und ihre Absteiger. Topfavorit für den Weg nach oben ist der Karlsruher SC.

Ein Novum gibt es auch: Erstmals werden dabei alle – 380 – Ligaspiele live übertragen. Am Freitag bestreiten der Karlsruher SC und der VfL Osnabrück das Eröffnungsspiel zur neuen Saison der 3. Liga. Neben einem Jubiläum gibt es in der dritthöchsten deutschen Klasse für die neue Spielzeit noch weiteres Interessantes und Wissenswertes.

Die Jubiläumssaison

Die 3. Liga startet in ihre zehnte Spielzeit. "Der damalige Schritt hat sich als richtig herausgestellt. Die 3. Liga hat sich bewährt", sagt DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. Gleichwohl war die Spielklasse in der vergangenen Saison für so manchen Verein nicht nur eine sportliche Herausforderung: Insolvenz beim VfR Aalen, Insolvenz bei Absteiger FSV Frankfurt. Rot-Weiß Erfurt, als einzige Mannschaft seit dem ersten Spieltag ununterbrochen in der Liga, musste für die DFB-Lizenz Sponsorenverträge und Bürgschaften in Höhe von 2,968 Millionen Euro vorlegen. Das wirtschaftliche Spannungsfeld zwischen der 2. und 3. Liga sei trotz allem größer geworden, so Frymuth.

Der Aufstiegstopfavorit

Ganz klar: Der Karlsruher SC, einer der Absteiger aus der 2. Liga. In einer Umfrage von dfb.de votierten 19 Trainer für den KSC – von 20. Auch einer der heißesten Kandidaten auf einen der Plätze eins bis drei: Die Würzburger Kickers, ebenfalls Absteiger aus Liga zwei. 14 Trainer tippten auch auf die Würzburger als Aufsteiger. Und: Der 1. FC Magdeburg (12), Vierter der vergangenen Saison.

Die Neuen

Neben dem KSC und Würzburg sind auch noch die SpVgg Unterhaching, Carl Zeiss Jena und der SV Meppen in der kommenden Saison neu in der dritthöchsten deutschen Spielklasse.

Der Nicht-Neue

Er wäre ohne Frage DIE Attraktion gewesen: Der TSV 1860. Sportlicher Absteiger aus der 2. Liga, weil unterlegen in der Relegation gegen Jahn Regensburg. Sechzig reichte aber die geforderten Zahlungsunterlagen nicht fristgerecht beim DFB ein. Die erste Folge: Keine Drittliga-Lizenz. Die zweite Folge: Paderborn wurden vor dem negativen Durchmarsch bewahrt. Als bestplatzierter sportlicher Absteiger darf der ehemalige Bundesligist weiter drittklassig kicken.

Der Weltmeister-Enkel

Für den SV  Meppen spielt ein Profi mit besonderem Nachnamen: Patrick Posipal. Er ist der Enkel von Josef Posipal. Weltmeister 1954, der im Februar 1997 gestorben war. Patrick Posipal spielt seit 2015 für Meppen.

Das Live-Erlebnis

Das gab es in der 3. Liga noch nie. Alle 380 Spiele werden live von der Telekom übertragen. Die Liga ist im TV, Web und über App abgedeckt. Mindestens 100 Spiele sollen von ARD und ihren dritten Programmen gezeigt werden, maximal 120 Partien sowie die Aufstiegsspiele zur 3. Liga live. Der Erstzugriff bei der Auswahl der Spiele bleibe bei der ARD und ihren Landesrundfunkanstalten.

Die Ostalgie

Der 1. FC Magdeburg, der Hallesche FC, Rot-Weiß Erfurt, der FSV Zwickau, Carl Zeiss Jena, der Chemnitzer FC, Hansa Rostock – in der 3. Liga herrscht weiterhin Ostalgie. Keines der Teams aus den ehemaligen DDR-Bundesländern stieg ab, keines stieg auf. Dafür kommt Jena hinzu, einer der erfolgreichsten Klubs der DDR. Drei Mal wurde Jena Oberliga-Meister, vier Mal Pokalsieger. 1981 stand Jena im Europokal-Endspiel der Pokalsieger, verlor aber gegen Dinamo Tiflis.

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